Energiepreise steigen, der Wettbewerbsdruck nimmt zu, Nachhaltigkeitsanforderungen verschärfen sich – und gleichzeitig erwarten Kunden wie Geschäftspartner heute eine ressourcenschonende, umweltbewusste Unternehmensführung. Genau an dieser Stelle kommt Photovoltaik ins Spiel. Immer mehr Firmen – vom Handwerksbetrieb bis zum Industriekonzern – wollen PV im Unternehmen nutzen, um Stromkosten zu senken, ihre Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die CO₂-Bilanz drastisch zu verbessern.
Doch wie startet man als Betrieb am besten? Welche PV-Strategien sind wirtschaftlich sinnvoll? Welche Modelle gibt es? Wie lassen sich PV-Anlage, Speicher, E-Mobilität und Energiemanagement intelligent verknüpfen? Welche Förderungen kann ein Unternehmen nutzen? Und wie lässt sich sicherstellen, dass die Investition schnell amortisiert wird?
Dieser umfassende Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du PV im Unternehmen nutzen kannst – effizient, zuverlässig und wirtschaftlich nachhaltig.
1. Warum es gerade jetzt so wichtig ist, PV im Unternehmen zu nutzen
Unternehmen stehen mehr denn je unter Druck:
- Energiekosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen
- Rechtsrahmen und Klimaschutzanforderungen werden strenger
- Nachhaltigkeitsberichte und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sind verpflichtend oder dringend empfohlen
- Kunden achten zunehmend auf CO₂-arme Lieferketten
Photovoltaik bietet Firmen eine langfristige, stabile und planbare Energiequelle – direkt vom eigenen Dach, Parkplatz oder Grundstück.
1.1 Massive Kosteneinsparungen
Der größte Vorteil: Stromkosten senken.
Strom aus einer betrieblichen Solaranlage kostet:
👉 6–12 Cent/kWh (Erzeugungskosten)
Im Vergleich dazu zahlen Unternehmen beim Energieversorger häufig:
👉 25–45 Cent/kWh
Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller rechnet sich eine PV-Anlage.
1.2 Stromkosten langfristig fixieren
Mit PV im Unternehmen nutzt du:
- stabile Strompreise für Jahrzehnte
- unabhängig von Marktschwankungen
- Schutz vor Energiekrisen
1.3 Wettbewerbsvorteile durch Nachhaltigkeit
Firmen mit eigener Solarenergie können:
- CO₂-Bilanz erheblich senken
- ESG-Ziele erfüllen
- Kundenanforderungen erfüllen
- Förderprogramme besser nutzen
- Image stärken
1.4 Steigende Attraktivität bei Mitarbeitern
PV-Anlagen unterstützen:
- Mitarbeiterladestationen
- kostengünstiges Laden von E-Autos
- moderne, nachhaltige Arbeitgebermarke
1.5 Gesetzliche Chancen nutzen
Unternehmen können profitieren von:
- steuerfreien PV-Erträgen
- BAFA-Förderungen
- BEG-Förderprogrammen
- reduzierten Netzentgelten (unter bestimmten Voraussetzungen)
- geringeren CO₂-Abgaben
2. Wo kann man PV im Unternehmen nutzen? Die 7 wichtigsten Anwendungsfälle
Wenn du PV im Unternehmen nutzen möchtest, hast du diverse Möglichkeiten – weit über das klassische Dach hinaus.
2.1 PV auf Hallendächern
Für die meisten Unternehmen ist das Flachdach der beste Ort:
- große Fläche
- perfekte Ausrichtung
- ideal für hohe Erträge
- wenig Sichtbarkeit
Trapezdach, Blechdach oder Bitumen – alles geeignet.
2.2 PV auf Produktionshallen
Produktionsunternehmen haben oft:
- hohe Dauerlast
- große Dachflächen
→ Perfekte Grundlage für wirtschaftliche PV-Anlagen.
2.3 PV auf Lagerhallen
Lagerhallen haben meist:
- große, ungenutzte Flächen
- gute Statik
- wenig Verschattung
Optimal für PV-Projekte.
2.4 PV auf Bürogebäuden
Besonders sinnvoll:
- kombiniert mit Klimatisierung
- kombiniert mit Serverräumen
- kombiniert mit E-Ladesäulen
2.5 PV auf Carports (Solarcarports)
Solarcarports ermöglichen:
- zusätzliche Fläche
- Schattenspender
- E-Ladestationen mit eigenem Solarstrom
Ideal für Unternehmensparkplätze.
2.6 PV-Freiflächenanlagen
Wenn Grundstücksteile ungenutzt sind:
- Grünflächen
- Randbereiche
- Industrieflächen
- Konversionsflächen
Können für PV genutzt werden.
2.7 PV in Kombination mit E-Mobilität
Ladestationen können direkt mit PV-Strom betrieben werden:
- Firmenflotten
- Mitarbeiterfahrzeuge
- Kunden
3. Wie funktioniert Photovoltaik im Unternehmen technisch?
Damit Firmen effizient PV im Unternehmen nutzen können, muss die technische Umsetzung passen.
3.1 Aufbau der Unternehmens-PV-Anlage
- PV-Module
- Unterkonstruktion
- Wechselrichter
- Energiemanager / Lastmanager
- Stromspeicher (optional, aber sinnvoll)
- Wallboxen
- Zähler
- Netzanschluss
3.2 Lastprofile analysieren
Wichtig: Unternehmen haben ein anderes Lastprofil als Privathaushalte.
Typisch:
- hohe Grundlast
- konstante Verbräuche
- Maschinen laufen tagsüber
→ Optimale Bedingungen für PV-Eigenverbrauch.
3.3 Eigenverbrauch optimieren
Ein optimal abgestimmtes System ermöglicht:
- 50–80 % Eigenverbrauch ohne Speicher
- 70–90 % Eigenverbrauch mit Speicher
3.4 Energiemanagementsystem
Für Unternehmen essenziell:
- Lastmanagement
- Priorisierung von Maschinen
- Integration von Wärmepumpen
- Ansteuerung von Ladesäulen
- Monitoring & Reporting
Tools wie:
- SMA Sunny Portal
- E3/DC Energy Management
- Fronius Solarweb
- Siemens Desigo
- SolarEdge Monitoring
helfen bei der Kontrolle.
4. Welche Geschäftsmodelle gibt es für PV im Unternehmen?
Wenn du PV im Unternehmen nutzen möchtest, kannst du zwischen mehreren Modellen wählen.
4.1 Eigeninvestition („klassisch kaufen“)
Unternehmen investieren selbst.
Vorteile:
- höchste Rendite
- niedrigste Stromkosten
- volle Kontrolle
- steuerliche Vorteile
Nachteile:
- höhere Anfangsinvestition
Geeignet für:
- Mittelstand
- Großunternehmen
- Produktionsbetriebe
4.2 Contracting (Drittanbieter)
Ein Dienstleister baut, betreibt und finanziert die PV-Anlage.
Vorteile:
- keine Investition
- sofortige Stromkostenersparnis
- kein Risiko
- Wartung inklusive
Nachteile:
- geringere Einsparungen
- Vertrag über 15–20 Jahre
Ideal für Unternehmen mit wenig Kapital.
4.3 Dachpachtmodell
Dach wird vermietet – keine eigene Stromnutzung.
Vorteile:
- Einnahmen ohne Investition
- kein Aufwand
Nachteile:
- keine Energiekostenersparnis
4.4 Mieterstrommodell für Gewerbe
Wenn mehrere Unternehmen im Gebäude sitzen.
5. Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt es sich, PV im Unternehmen zu nutzen?
Die Wirtschaftlichkeit hängt ab von:
- Verbrauchsprofil
- PV-Leistung
- Dachfläche
- Speichereinsatz
- Förderungen
- Lastmanagement
5.1 Beispielrechnung für Unternehmen
Annahme:
- 100 kWp PV
- 90.000 kWh Ertrag
- Kosten: 90.000 €
- Eigenverbrauch: 70 %
- Netzstrompreis: 30 Cent/kWh
- PV-Stromkosten: 10 Cent/kWh
Einsparung:
70 % von 90.000 kWh = 63.000 kWh
Differenz = 20 Cent/kWh Ersparnis
→ 12.600 € Einsparung pro Jahr
Amortisation:
👉 6–8 Jahre
Lebensdauer:
👉 25–30 Jahre
5.2 Mit Speicher noch wirtschaftlicher
Vorteile:
- höhere Eigenverbrauchsquote
- Lastspitzen abfangen (Peak-Shaving)
- Netzgebühren sparen (unter bestimmten Bedingungen)
6. PV im Unternehmen nutzen + E-Mobilität integrieren
PV und E-Mobilität sind eine perfekte Kombination:
- Firmenfahrzeuge tagsüber laden
- Mitarbeiter laden günstig
- Strompreis selbst kontrollieren
- Flottenbetrieb elektrifizieren
Ein Ladepark kann sogar:
- Lastmanagement
- PV-Überschüsse nutzen
- Spitzenlasten reduzieren
7. PV + Wärmepumpen im Unternehmen
Viele Unternehmen nutzen Wärmepumpen für:
- Bürogebäude
- Werkstätten
- Produktionsräume
PV kann den Strombedarf der Wärmepumpe decken:
→ Betriebskosten stark reduziert.
8. Förderungen für PV im Unternehmen
Unternehmen können profitieren von:
- BAFA-Förderungen
- steuerlichen Abschreibungen
- KfW-Programmen (sofern offen)
- EEG-Einspeisevergütung
- regionalen Förderprogrammen
Seit 2023:
👉 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen
(aber aktuell NICHT für Gewerbe – abhängig von Bundesland)
9. Häufige Fehler beim Einsatz von PV im Unternehmen
❌ Anlage zu klein dimensioniert
❌ keine Lastprofile analysiert
❌ Speicher vergessen
❌ Dachstatik nicht geprüft
❌ falsches Modell (z. B. Dachpacht obwohl eigener Verbrauch viel Gewinn bringt)
❌ keine intelligente Steuerung
10. Schritt-für-Schritt Anleitung: So nutzt du PV im Unternehmen
- Energiebedarf analysieren
- Lastprofile auswerten
- Flächen prüfen (Dach, Carports, Freiflächen)
- PV-Konzept erstellen
- Wirtschaftlichkeit simulieren
- Speichergröße bestimmen
- E-Mobilität berücksichtigen
- Förderungen prüfen
- Angebot einholen
- Installation & Inbetriebnahme
Fazit: PV im Unternehmen nutzen ist eine der wirtschaftlichsten Entscheidungen der Zukunft
Unternehmen, die Photovoltaik strategisch einsetzen, sichern sich:
- langfristige Energiekostenvorteile
- höhere Unabhängigkeit vom Strommarkt
- weniger CO₂-Emissionen
- bessere ESG-Bewertungen
- zukunftsfähige Infrastruktur
- Wettbewerbsvorteile in einer zunehmend nachhaltigen Wirtschaft
Ob Lagerhalle, Büro, Produktionsgebäude, Carport oder Freifläche – eine gut geplante PV-Anlage kann den Energiebedarf eines Unternehmens zuverlässig und wirtschaftlich decken. Besonders in Kombination mit Speichern, E-Mobilität und Wärmepumpen entfaltet die firmeneigene Solaranlage ihr volles Potenzial.
Wer PV im Unternehmen nutzen möchte, sollte frühzeitig planen, Lastprofile analysieren und intelligente Systeme integrieren. So wird Solarstrom zur zentralen Säule einer modernen, nachhaltigen und wirtschaftlich starken Unternehmensstrategie.
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