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    Startseite » Wie berechnet man die Amortisationszeit einer PV-Anlage?
    Photovoltaik Grundlagen

    Wie berechnet man die Amortisationszeit einer PV-Anlage?

    FlorianBy Florian4. November 2025Keine Kommentare7 Mins Read
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    (Der vollständige Leitfaden zur Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage)

    Table of Contents

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    • Einleitung: Wann sich Ihre Photovoltaikanlage wirklich bezahlt macht
    • 1. Was bedeutet Amortisationszeit bei einer PV-Anlage?
      • 1.1 Beispielhafte Definition
      • 1.2 Zwei Arten der Amortisation
    • 2. Welche Faktoren beeinflussen die Amortisationszeit einer PV-Anlage?
      • 2.1 Anschaffungskosten
      • 2.2 Strompreis und Strompreisentwicklung
      • 2.3 Stromertrag (Ertrag pro kWp)
      • 2.4 Eigenverbrauchsquote
      • 2.5 Einspeisevergütung
      • 2.6 Wartung und Betriebskosten
      • 2.7 Förderungen & Steuerliche Vorteile
    • 3. Formel zur Berechnung der Amortisationszeit einer PV-Anlage
      • Beispielrechnung
    • 4. Einfluss des Stromspeichers auf die Amortisation
      • 4.1 Vorteile eines Stromspeichers
      • 4.2 Beispielrechnung mit Speicher
    • 5. Durchschnittliche Amortisationszeiten von PV-Anlagen
    • 6. Wie Sie die Amortisationszeit Ihrer PV-Anlage verkürzen können
      • 6.1 Eigenverbrauch optimieren
      • 6.2 Anlage optimal auslegen
      • 6.3 Förderungen nutzen
      • 6.4 Wartungskosten minimieren
    • 7. Wirtschaftlichkeit über die gesamte Laufzeit
    • 8. Energetische Amortisation: Ökologie trifft Ökonomie
    • 9. Praxisbeispiel: Berechnung der Amortisationszeit (Haushalt 2025)
    • 10. Häufige Fragen zur Amortisationszeit von PV-Anlagen
      • Wie kann ich meine Amortisationszeit individuell berechnen?
      • Was passiert, wenn sich Strompreise ändern?
      • Zählt die Förderung mit zur Amortisation?
      • Beeinflusst der Standort die Amortisation?
    • 11. Zukunftsausblick: Warum sich PV-Anlagen noch schneller rechnen werden
    • 12. Fazit: Wie berechnet man die Amortisationszeit einer PV-Anlage?
      • PRODUCT_NAME

    Einleitung: Wann sich Ihre Photovoltaikanlage wirklich bezahlt macht

    Die Entscheidung für eine Solaranlage ist längst nicht mehr nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche. Strompreise steigen, fossile Energien werden teurer, und die eigene Energieproduktion macht unabhängiger. Doch viele Interessenten stellen sich eine zentrale Frage: Wie berechnet man die Amortisationszeit einer PV-Anlage?

    Die Amortisationszeit (auch Rückzahlzeit genannt) gibt an, wann sich die Investitionskosten einer Photovoltaikanlage durch eingesparte Stromkosten und Einspeisevergütung vollständig bezahlt gemacht haben. Danach produziert die Anlage praktisch kostenlosen Solarstrom und erwirtschaftet echten Gewinn.

    In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie die Amortisationszeit Ihrer PV-Anlage berechnen, welche Faktoren diese beeinflussen, welche Durchschnittswerte realistisch sind und wie Sie Ihre Anlage so planen, dass sie sich besonders schnell rechnet.


    1. Was bedeutet Amortisationszeit bei einer PV-Anlage?

    Die Amortisationszeit beschreibt den Zeitraum, den eine Investition benötigt, um durch ihre Einsparungen oder Erträge die ursprünglichen Kosten wieder einzuspielen. Bei einer Photovoltaikanlage heißt das:

    Nach wie vielen Jahren haben sich die Anschaffungskosten durch Stromersparnis, Einspeisevergütung und mögliche Förderungen ausgeglichen?

    Ab diesem Zeitpunkt arbeitet die Anlage gewinnbringend.

    1.1 Beispielhafte Definition

    Wenn eine PV-Anlage 12.000 € kostet und jährlich 1.500 € an Einsparungen und Erträgen erzielt, beträgt die Amortisationszeit:
    12.000 € ÷ 1.500 € = 8 Jahre.
    Ab dem 9. Jahr produziert sie Überschüsse – also reinen Gewinn.

    1.2 Zwei Arten der Amortisation

    Man unterscheidet:

    • Wirtschaftliche Amortisation: Zeitpunkt, an dem sich die Investition finanziell ausgeglichen hat.
    • Energetische Amortisation: Zeit, bis die Anlage so viel Energie erzeugt hat, wie zu ihrer Herstellung benötigt wurde (typisch: 1–2 Jahre).

    In diesem Artikel geht es um die wirtschaftliche Amortisationszeit – also die Rentabilität aus finanzieller Sicht.


    2. Welche Faktoren beeinflussen die Amortisationszeit einer PV-Anlage?

    Die Amortisationszeit hängt von mehreren Parametern ab, die sich gegenseitig beeinflussen.

    2.1 Anschaffungskosten

    Je günstiger die Anlage, desto schneller amortisiert sie sich. 2025 liegen die durchschnittlichen Preise bei:

    AnlagengrößeDurchschnittspreis pro kWpGesamtkosten
    5 kWpca. 1.050 €/kWpca. 5.250 €
    10 kWpca. 1.000 €/kWpca. 10.000 €
    15 kWpca. 950 €/kWpca. 14.250 €

    Tipp: Bei größeren Anlagen sinkt der Preis pro kWp – dadurch verkürzt sich oft auch die Amortisationszeit.


    2.2 Strompreis und Strompreisentwicklung

    Je teurer der Strom, desto wertvoller wird der selbst erzeugte Solarstrom.

    • Netzstrompreis 2025: ca. 38–42 ct/kWh
    • Eigener Solarstrom kostet: 8–12 ct/kWh

    Wer also 1 kWh selbst nutzt, spart rund 30 ct. Diese Einsparung beschleunigt die Amortisation enorm.


    2.3 Stromertrag (Ertrag pro kWp)

    Je mehr Sonnenenergie Ihre Anlage nutzt, desto schneller rechnet sie sich.

    RegionDurchschnittlicher Jahresertrag (kWh/kWp)
    Norddeutschland900–1.000 kWh/kWp
    Mitteldeutschland950–1.050 kWh/kWp
    Süddeutschland1.100–1.250 kWh/kWp

    Beispiel:
    Eine 10 kWp-Anlage in Bayern liefert rund 11.000–12.000 kWh/Jahr – in Norddeutschland dagegen etwa 9.000 kWh/Jahr.


    2.4 Eigenverbrauchsquote

    Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

    • Ohne Speicher: ca. 25–35 % Eigenverbrauch
    • Mit Speicher: ca. 60–80 %

    Ein hoher Eigenverbrauch ist der Haupttreiber der Wirtschaftlichkeit.


    2.5 Einspeisevergütung

    Wenn Sie überschüssigen Strom ins Netz einspeisen, erhalten Sie eine Vergütung nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz).

    2025 (voraussichtlich):

    AnlagengrößeEinspeisevergütungVolleinspeiser
    bis 10 kWp8,2 ct/kWh12,5 ct/kWh
    10–40 kWp7,9 ct/kWh11,0 ct/kWh

    2.6 Wartung und Betriebskosten

    Photovoltaikanlagen sind nahezu wartungsfrei, doch ein kleiner Anteil sollte berücksichtigt werden:

    • Wartung & Reinigung: ca. 1–1,5 % der Investitionskosten/Jahr
    • Versicherung: ca. 100–150 €/Jahr

    2.7 Förderungen & Steuerliche Vorteile

    Seit 2023 gelten:

    • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Speicher
    • Steuerfreiheit der Einnahmen bis 30 kWp
    • KfW-Förderungen und teils regionale Zuschüsse

    Diese Regelungen verkürzen die Amortisationszeit spürbar.


    3. Formel zur Berechnung der Amortisationszeit einer PV-Anlage

    Die Grundformel lautet: Amortisationszeit (Jahre)=Investitionskostenja¨hrliche Einsparung + Einspeisevergu¨tung – Betriebskosten\text{Amortisationszeit (Jahre)} = \frac{\text{Investitionskosten}}{\text{jährliche Einsparung + Einspeisevergütung – Betriebskosten}}Amortisationszeit (Jahre)=ja¨hrliche Einsparung + Einspeisevergu¨tung – BetriebskostenInvestitionskosten​

    Beispielrechnung

    Eine 10 kWp-Anlage kostet 10.000 €, erzeugt 9.800 kWh/Jahr.

    • Eigenverbrauch: 35 % = 3.430 kWh
    • Einspeisung: 6.370 kWh
    • Strompreis: 0,38 €/kWh
    • Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh

    Jährliche Ersparnis:

    • Eigenverbrauch: 3.430 × 0,38 € = 1.303 €
    • Einspeisung: 6.370 × 0,08 € = 509 €
    • Gesamt: 1.812 €

    Betriebskosten: 120 €/Jahr

    Amortisationszeit:
    10.000 € ÷ (1.812 € – 120 €) = 5,9 Jahre

    Nach knapp 6 Jahren ist die Anlage bezahlt – und produziert dann kostenlosen Strom für mindestens 20 weitere Jahre.


    4. Einfluss des Stromspeichers auf die Amortisation

    4.1 Vorteile eines Stromspeichers

    Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch und sorgt dafür, dass Sie abends Ihren selbst erzeugten Strom nutzen können.

    • Ohne Speicher: ca. 30 % Eigenverbrauch
    • Mit Speicher: ca. 70 %

    Das erhöht Ihre Stromersparnis deutlich.

    4.2 Beispielrechnung mit Speicher

    • PV-Anlage: 10 kWp, 10.000 €
    • Speicher: 5 kWh, 4.000 €
    • Gesamtkosten: 14.000 €
    • Eigenverbrauch: 70 %
    • Strompreis: 0,38 €/kWh
    • Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh

    Ertrag: 9.800 kWh/Jahr

    Ersparnis:

    • Eigenverbrauch: 6.860 × 0,38 € = 2.606 €
    • Einspeisung: 2.940 × 0,08 € = 235 €
    • Summe: 2.841 €
    • Betriebskosten: 150 €

    Amortisationszeit:
    14.000 € ÷ (2.841 € – 150 €) = 5,2 Jahre

    Trotz höherer Anfangsinvestition verkürzt der Speicher durch den höheren Eigenverbrauch die Amortisationszeit deutlich.


    5. Durchschnittliche Amortisationszeiten von PV-Anlagen

    AnlagentypMit / ohne SpeicherAmortisationszeit
    5 kWp (Einfamilienhaus, ohne Speicher)ohne7–9 Jahre
    10 kWp (Einfamilienhaus, mit Speicher)mit5–7 Jahre
    Gewerbeanlage 30 kWpohne6–8 Jahre
    Balkonkraftwerk (600–800 Wp)–3–4 Jahre

    Im Durchschnitt liegt die Amortisationszeit einer PV-Anlage in Deutschland 2025 bei 6–8 Jahren. Danach liefert die Anlage mindestens 15–20 Jahre kostenlosen Strom.


    6. Wie Sie die Amortisationszeit Ihrer PV-Anlage verkürzen können

    6.1 Eigenverbrauch optimieren

    • Stromspeicher installieren
    • Haushaltsgeräte tagsüber nutzen (Waschmaschine, Geschirrspüler etc.)
    • E-Auto mit PV-Strom laden
    • Wärmepumpe kombinieren

    6.2 Anlage optimal auslegen

    • Ausrichtung & Neigung an Standort anpassen
    • Verschattung vermeiden
    • Hochwertige Module mit hohem Wirkungsgrad wählen

    6.3 Förderungen nutzen

    • 0 % MwSt auf PV & Speicher
    • KfW-Kredit 270 für erneuerbare Energien
    • Kommunale Zuschüsse für Speicher oder Ladeinfrastruktur

    6.4 Wartungskosten minimieren

    Regelmäßige Sichtprüfung genügt oft.

    • Reinigung nur bei starker Verschmutzung
    • Versicherung bündeln, um Kosten zu senken

    7. Wirtschaftlichkeit über die gesamte Laufzeit

    Selbst nach der Amortisation bleiben PV-Anlagen profitabel:

    • Lebensdauer: 25–30 Jahre
    • Degradation: ca. 0,3–0,5 % Leistungsverlust/Jahr
    • Betriebskosten: minimal

    Beispiel:
    Nach 6 Jahren amortisiert, 25 Jahre Laufzeit → 19 Jahre Gewinnphase.
    Wenn die Anlage jährlich 1.800 € Ertrag bringt:
    19 × 1.800 € = 34.200 € Überschuss

    Selbst bei konservativen Annahmen ergibt das eine Rendite von 7–10 % jährlich.


    8. Energetische Amortisation: Ökologie trifft Ökonomie

    Auch aus ökologischer Sicht „rechnet“ sich eine PV-Anlage schnell:

    • Herstellung der Module erfordert Energie.
    • Diese Energie erzeugt die Anlage in 1–2 Jahren wieder selbst.
    • Danach arbeitet sie emissionsfrei und spart CO₂.

    Eine 10 kWp-Anlage spart jährlich rund 5 Tonnen CO₂ – das entspricht dem Ausstoß eines Mittelklassewagens über 25.000 km.


    9. Praxisbeispiel: Berechnung der Amortisationszeit (Haushalt 2025)

    Daten:

    • Anlagengröße: 9 kWp
    • Kosten: 9.000 €
    • Jahresertrag: 9.500 kWh
    • Eigenverbrauch: 40 %
    • Strompreis: 0,38 €/kWh
    • Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh
    • Betriebskosten: 100 €/Jahr

    Berechnung:

    • Eigenverbrauch: 3.800 kWh × 0,38 € = 1.444 €
    • Einspeisung: 5.700 kWh × 0,08 € = 456 €
    • Ersparnis: 1.900 € – 100 € = 1.800 €

    Amortisationszeit = 9.000 € ÷ 1.800 € = 5 Jahre

    Ergebnis: Die Anlage ist nach 5 Jahren bezahlt und erwirtschaftet anschließend über 20 Jahre Gewinne.


    10. Häufige Fragen zur Amortisationszeit von PV-Anlagen

    Wie kann ich meine Amortisationszeit individuell berechnen?

    Mit Online-Rechnern oder Excel-Tools, indem Sie Ihre Kosten, Erträge, Eigenverbrauch und Vergütung einsetzen.

    Was passiert, wenn sich Strompreise ändern?

    Steigen die Strompreise, verkürzt sich die Amortisation. Sinken sie, verlängert sie sich leicht – in der Praxis bleiben PV-Anlagen aber immer rentabel.

    Zählt die Förderung mit zur Amortisation?

    Ja – Zuschüsse oder steuerfreie Erträge verringern die Investitionskosten und damit die Rückzahlzeit.

    Beeinflusst der Standort die Amortisation?

    Ja. Je höher die Globalstrahlung am Standort, desto höher der Ertrag und desto kürzer die Amortisationszeit.


    11. Zukunftsausblick: Warum sich PV-Anlagen noch schneller rechnen werden

    • Sinkende Anschaffungskosten durch Massenproduktion
    • Steigende Strompreise durch Netz- und CO₂-Kosten
    • Intelligente Speicherlösungen mit steigender Zyklenfestigkeit
    • Kombination mit E-Mobilität für Eigenverbrauchssteigerung

    Die PV-Technologie wird immer effizienter – und die Amortisationszeit von PV-Anlagen sinkt stetig.


    12. Fazit: Wie berechnet man die Amortisationszeit einer PV-Anlage?

    Die Amortisationszeit einer PV-Anlage zeigt, wann sich Ihre Investition wirtschaftlich auszahlt – meist bereits nach 5 bis 8 Jahren. Danach produziert Ihre Solaranlage kostenlosen Strom für viele weitere Jahre.

    Die Berechnung ist einfach:

    Amortisationszeit = Investition ÷ (Einsparung + Einspeisevergütung – Betriebskosten)

    Faktoren wie hoher Eigenverbrauch, steigende Strompreise, steuerfreie Erträge und sinkende Modulpreise sorgen dafür, dass sich Photovoltaik 2025 so schnell rentiert wie nie zuvor.

    Wer heute eine PV-Anlage plant, investiert nicht nur in saubere Energie, sondern auch in eine stabile finanzielle Zukunft.

    Kurz gesagt: Die Amortisationszeit einer PV-Anlage ist kürzer, als viele denken – und jede selbst erzeugte Kilowattstunde bringt Sie Ihrem Gewinnziel näher.

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    Florian
    Florian
    • Website

    Florian ist erfahrener Obermonteur für Photovoltaik-Großanlagen bei einem der führenden Solaranbieter in Deutschland. Seit vielen Jahren begleitet er große PV-Projekte von der ersten Baustellenplanung bis zur finalen Inbetriebnahme. Zu seinen Schwerpunkten gehören Freiflächenanlagen, große Industriedächer, komplexe Montagesysteme und leistungsstarke Gewerbeanlagen.

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