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    Startseite » Agri-PV: Wenn Landwirtschaft und Solar zusammenarbeiten
    Photovoltaik Grundlagen

    Agri-PV: Wenn Landwirtschaft und Solar zusammenarbeiten

    SebastianBy Sebastian12. November 2025Keine Kommentare8 Mins Read
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    Table of Contents

    Toggle
    • Einleitung: Zwei Branchen, ein Ziel – Energie und Ernährung nachhaltig vereinen
    • Was ist Agri-PV (Agrar-Photovoltaik)?
      • Kernidee der Agri-PV
    • Wie funktioniert Agri-PV?
      • Grundlegender Aufbau einer Agri-PV-Anlage
    • Verschiedene Systeme der Agri-Photovoltaik
      • 1. Hochaufgeständerte Agri-PV
      • 2. Bodennahe Agri-PV
      • 3. Vertikale Agri-PV
      • 4. Schwimmende Agri-PV (Floating PV)
    • Vorteile der Agri-PV für Landwirte und Umwelt
      • 1. Doppelte Nutzung der Fläche
      • 2. Schutz vor Extremwetter
      • 3. Steigerung der Flächeneffizienz
      • 4. Wirtschaftliche Vorteile
      • 5. Klimaschutz
    • Nachteile und Herausforderungen der Agri-PV
      • 1. Hohe Anfangsinvestitionen
      • 2. Komplexe Genehmigungsverfahren
      • 3. Geringere Erträge durch Verschattung
      • 4. Technische Anforderungen
    • Welche Pflanzen eignen sich für Agri-PV?
      • Geeignete Kulturen
      • Weniger geeignet
    • Erfahrungen und Forschungsergebnisse zur Agri-PV
      • Fraunhofer ISE – Pilotprojekt Heggelbach (Baden-Württemberg)
      • Projekt „APV-RESOLA“
    • Förderungen und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
      • Aktuelle Regelungen (Stand 2025):
      • Weitere Fördermöglichkeiten:
    • Wirtschaftlichkeit von Agri-PV
      • Beispielrechnung (vereinfachte Modellanlage)
    • Praxisbeispiele aus Deutschland und Europa
      • 1. Bayern – Agri-PV für Obstbau
      • 2. Brandenburg – Agri-PV für Gemüseanbau
      • 3. Frankreich & Niederlande
    • Agri-PV und Biodiversität
      • Positive Effekte:
    • Technologische Entwicklungen in der Agri-PV
      • Aktuelle Innovationen
    • Zukunftsperspektive: Agri-PV als Schlüssel zur Energiewende
      • Trends für die Zukunft
    • Schritt-für-Schritt: So gelingt der Einstieg in Agri-PV
    • Fazit: Agri-PV – Zukunftsmodell für Landwirtschaft und Energiewende
      • PRODUCT_NAME

    Einleitung: Zwei Branchen, ein Ziel – Energie und Ernährung nachhaltig vereinen

    Die Landwirtschaft steht seit Jahren unter Druck: Steigende Energiekosten, Klimawandel, Flächenknappheit und schwankende Ernteerträge machen vielen Landwirten zu schaffen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an erneuerbaren Energien – insbesondere an Solarstrom.

    Doch anstatt um begrenzte Flächen zu konkurrieren, gibt es eine intelligente Lösung, die beides vereint: Agri-PV, auch Agri-Photovoltaik oder Agrar-Photovoltaik genannt.

    Bei dieser innovativen Technologie werden Photovoltaikanlagen direkt über landwirtschaftlichen Flächen installiert. Das Ergebnis: Landwirte können gleichzeitig Nahrungsmittel anbauen und Solarstrom erzeugen – ohne dass sich die beiden Nutzungen gegenseitig ausschließen.

    In diesem Artikel erfährst du alles über das Konzept, die Technik, die Vorteile, wirtschaftliche Chancen und die Herausforderungen von Agri-PV – und warum sie als Schlüsseltechnologie der nachhaltigen Landwirtschaft gilt.


    Was ist Agri-PV (Agrar-Photovoltaik)?

    Agri-PV steht für Agrar-Photovoltaik und beschreibt die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen für landwirtschaftliche Produktion und Solarstromerzeugung.

    Das Prinzip: Photovoltaikmodule werden nicht – wie bei klassischen Freiflächenanlagen – flächendeckend über dem Boden montiert, sondern in einer bestimmten Höhe oder Struktur so angeordnet, dass Pflanzenanbau, Tierhaltung oder Bewässerung weiterhin möglich sind.

    Kernidee der Agri-PV

    • Landwirtschaftliche Flächen bleiben produktiv.
    • Gleichzeitig wird emissionsfreier Strom erzeugt.
    • Die Kombination schafft ökologische und wirtschaftliche Synergien.

    Dieses Konzept wurde erstmals 1981 an der Universität Hohenheim beschrieben, hat aber in den letzten Jahren durch den Klimawandel und die Energiewende einen enormen Aufschwung erlebt.


    Wie funktioniert Agri-PV?

    Bei der Agri-Photovoltaik werden PV-Module über oder zwischen Nutzpflanzen installiert.
    Sie können auf hohen Gestellen, in Reihen, vertikal, oder sogar nachführend (beweglich) angebracht sein.

    Der erzeugte Solarstrom wird entweder:

    • vor Ort genutzt (z. B. für Hofstrom, Bewässerung, Kühlung),
    • oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

    Grundlegender Aufbau einer Agri-PV-Anlage

    KomponenteFunktion
    SolarmoduleWandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um.
    GestellsystemHebt Module über die Nutzpflanzen an (z. B. 2–5 Meter).
    WechselrichterWandelt Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom.
    Stromspeicher (optional)Speichert Energie für späteren Verbrauch.
    Anbindung ans NetzÜberschüssiger Strom wird eingespeist.

    Die Technik ähnelt einer Freiflächen-PV-Anlage – der Unterschied liegt in der Aufständerung und Anordnung, um den landwirtschaftlichen Betrieb nicht zu beeinträchtigen.


    Verschiedene Systeme der Agri-Photovoltaik

    Je nach Kulturart, Standort und Zielsetzung gibt es verschiedene Agri-PV-Systemtypen:

    1. Hochaufgeständerte Agri-PV

    • Module befinden sich in 3–5 Metern Höhe.
    • Ermöglicht klassische Bodenbewirtschaftung mit Maschinen.
    • Ideal für Obstbau, Gemüse oder Ackerpflanzen.
    • Schützt Pflanzen gleichzeitig vor Hagel, Starkregen oder Hitze.

    2. Bodennahe Agri-PV

    • Module stehen in 1–2 Metern Höhe.
    • Eignet sich für Beeren, Kräuter oder Sonderkulturen.
    • Reduziert direkte Sonneneinstrahlung und Verdunstung.

    3. Vertikale Agri-PV

    • Module werden senkrecht in Reihen installiert.
    • Nutzung beidseitiger (bifazialer) Module, um Licht von beiden Seiten zu nutzen.
    • Geringer Flächenverbrauch, da zwischen den Reihen angebaut werden kann.

    4. Schwimmende Agri-PV (Floating PV)

    • Module schwimmen auf Bewässerungsbecken oder Teichen.
    • Reduziert Verdunstung, spart Landfläche.
    • Noch experimentell, aber wachsender Trend.

    Vorteile der Agri-PV für Landwirte und Umwelt

    Die Vorteile der Agri-Photovoltaik gehen weit über Stromproduktion hinaus.
    Sie kann Erträge stabilisieren, Kosten senken und die Biodiversität fördern.

    1. Doppelte Nutzung der Fläche

    • Landwirtschaft und Energieerzeugung gleichzeitig möglich.
    • Keine Konkurrenz zwischen „Solar oder Nahrungsmittel“.
    • Besonders wichtig in Regionen mit begrenztem Land.

    2. Schutz vor Extremwetter

    • PV-Module fungieren als Sonnenschutz bei Hitzeperioden.
    • Reduzieren Verdunstung und Hitzestress der Pflanzen.
    • Schützen vor Hagel, Starkregen oder UV-Strahlung.
    • Nach Studien der Fraunhofer ISE kann die Ernteertragsschwankung um bis zu 20 % reduziert werden.

    3. Steigerung der Flächeneffizienz

    • Eine Fläche liefert Ernte + Strom.
    • Der kombinierte Ertrag kann pro Hektar bis zu 160 % höher liegen als bei getrennter Nutzung.

    4. Wirtschaftliche Vorteile

    • Landwirte profitieren von Einspeisevergütungen und Eigenverbrauch.
    • Unabhängigkeit von steigenden Stromkosten.
    • Neue Einnahmequelle durch Pacht oder Stromverkauf.

    5. Klimaschutz

    • Jeder erzeugte kWh Solarstrom spart rund 400 g CO₂.
    • Kombinierte Systeme reduzieren zusätzlich Bewässerungsbedarf und Düngereinsatz.

    Nachteile und Herausforderungen der Agri-PV

    Trotz aller Vorteile ist die Agri-Photovoltaik noch nicht flächendeckend etabliert.
    Hauptgründe sind hohe Investitionskosten, Bürokratie und fehlende Erfahrung.

    1. Hohe Anfangsinvestitionen

    • Kosten liegen zwischen 800.000 und 1,2 Mio. Euro pro MWp.
    • Gestellsysteme und Aufständerung sind teurer als bei Standardanlagen.

    2. Komplexe Genehmigungsverfahren

    • Agri-PV gilt rechtlich noch oft als Freiflächenanlage.
    • Daher sind Bebauungsplanänderungen und Ausnahmen nötig.
    • Landwirtschaftliche Förderung kann entfallen, wenn Flächen nicht mehr „reine Agrarflächen“ sind.

    3. Geringere Erträge durch Verschattung

    • Pflanzen unter den Modulen erhalten weniger Licht.
    • Erträge können leicht sinken – dafür stabiler über das Jahr.

    4. Technische Anforderungen

    • Mehr Aufwand bei Bewirtschaftung (Maschinen, Pflege).
    • Wartung der Module erfordert Zugang und Know-how.

    Trotzdem gilt: Die Vorteile überwiegen langfristig, wenn Planung, Standortwahl und Technik optimal abgestimmt sind.


    Welche Pflanzen eignen sich für Agri-PV?

    Nicht jede Kulturpflanze profitiert von teilweiser Beschattung.
    Ideal sind pflanzen, die auch bei weniger direkter Sonne gut gedeihen oder sogar von Temperaturpufferung profitieren.

    Geeignete Kulturen

    🌱 Blattgemüse (Spinat, Salat, Kohl)
    🍓 Erdbeeren, Himbeeren
    🥦 Brokkoli, Blumenkohl
    🌾 Getreide (Gerste, Weizen, Hafer)
    🍇 Weinreben, Obstbäume
    🌿 Kräuter (Basilikum, Petersilie, Schnittlauch)

    Weniger geeignet

    🌻 Sonnenblumen, Mais, Zuckerrüben – diese Pflanzen benötigen volle Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen.


    Erfahrungen und Forschungsergebnisse zur Agri-PV

    Mehrere Pilotprojekte in Deutschland und Europa zeigen das Potenzial der Technologie.

    Fraunhofer ISE – Pilotprojekt Heggelbach (Baden-Württemberg)

    • Seit 2016 im Betrieb.
    • Fläche: 0,3 ha, 720 PV-Module, 194 kWp.
    • Pflanzen: Weizen, Kartoffeln, Sellerie.
    • Ergebnis:
      • Stromertrag: 1066 kWh/kWp pro Jahr
      • Landwirtschaftlicher Ertrag: bis zu 20 % stabiler als auf Vergleichsflächen.
      • Verdunstung und Hitzestress reduziert.

    Projekt „APV-RESOLA“

    • Ziel: Integration von Agri-PV in landwirtschaftliche Produktionssysteme.
    • Erkenntnisse:
      • Höhere Flächeneffizienz.
      • Positive ökologische Wirkung.
      • Wirtschaftlich ab 10 Cent/kWh Strompreis.

    Förderungen und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

    Die rechtlichen Regelungen für Agri-PV sind im Wandel.
    Das EEG 2023 und geplante Änderungen 2025 schaffen neue Fördermöglichkeiten für innovative Solarformen.

    Aktuelle Regelungen (Stand 2025):

    • EEG-Vergütung: Bis zu 8,5–9,5 ct/kWh für eingespeisten Strom.
    • Innovationsausschreibungen: Bonus für Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen.
    • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Komponenten seit 2023.
    • Kombination mit Förderprogrammen der Landwirtschaft möglich.

    Weitere Fördermöglichkeiten:

    ProgrammBeschreibung
    KfW 270Kredit für PV und Speicher
    Landesprogramme (z. B. BW, NRW, Bayern)Zuschüsse für Pilotanlagen
    EU-Innovationsförderung (Horizon Europe)Forschungs- und Pilotförderung

    Tipp: Zusammenarbeit mit einem erfahrenen PV-Projektentwickler lohnt sich, um Fördermöglichkeiten voll auszuschöpfen.


    Wirtschaftlichkeit von Agri-PV

    Eine Agri-PV-Anlage ist teurer als eine konventionelle Freiflächenanlage – amortisiert sich aber durch Doppelnutzung und stabile Erträge.

    Beispielrechnung (vereinfachte Modellanlage)

    ParameterWert
    Leistung1 MWp
    Investition1.000.000 €
    Jahresertrag1.050.000 kWh
    Strompreis (Eigenverbrauch)0,28 €/kWh
    Einspeisung0,09 €/kWh
    Eigenverbrauchsanteil40 %
    Ersparnis / Einnahmen~220.000 €/Jahr
    Amortisation6–8 Jahre

    Langfristig kann die Anlage über 25 Jahre Laufzeit eine Rendite von 6–10 % erzielen – je nach Standort und Förderung.


    Praxisbeispiele aus Deutschland und Europa

    1. Bayern – Agri-PV für Obstbau

    In der Region Bodensee nutzen Obstbauern Agri-PV-Anlagen zur Beschattung und Hagelschutz ihrer Apfelplantagen.
    Ergebnis: 15 % höhere Gesamteffizienz durch geringere Verluste bei Hitze und Hagel.

    2. Brandenburg – Agri-PV für Gemüseanbau

    Ein Gemüsebetrieb betreibt seit 2022 eine 500 kWp-Anlage.
    Die Beschattung reduziert Wasserbedarf um 25 %, Strom deckt Hofbedarf und Kühlung.

    3. Frankreich & Niederlande

    Hier werden vertikale Agri-PV-Systeme getestet.

    • Doppelseitige Module (bifazial) erzeugen 15 % mehr Strom.
    • Ideal für schmale landwirtschaftliche Parzellen.

    Agri-PV und Biodiversität

    Neben Energie und Ertrag spielt die ökologische Wirkung eine immer größere Rolle.

    Positive Effekte:

    • Weniger Bodenerosion durch Beschattung.
    • Feuchteres Mikroklima fördert Bodenleben.
    • Schattige Bereiche bieten Lebensraum für Insekten und Kleinlebewesen.
    • Potenzial für Blühstreifen unter Modulreihen.

    Agri-PV kann so zur Biodiversitätssteigerung beitragen – ein Aspekt, der besonders bei EU-Förderprogrammen zunehmend gewertet wird.


    Technologische Entwicklungen in der Agri-PV

    Die Technologie entwickelt sich rasant weiter.
    Ziel: Höhere Effizienz, geringere Kosten, bessere Integration in den landwirtschaftlichen Alltag.

    Aktuelle Innovationen

    • Halbtransparente Module: Lassen Licht für Pflanzen durch, erzeugen gleichzeitig Strom.
    • Nachführsysteme: Module folgen der Sonne automatisch.
    • Leichte Carbon- oder Aluminiumgestelle: Geringere Belastung, einfachere Montage.
    • Sensor- und KI-Systeme: Optimierung von Ernte und Stromertrag in Echtzeit.

    Agri-PV ist Teil der „Smart Farming“-Bewegung – wo Technologie, Energie und Landwirtschaft intelligent vernetzt werden.


    Zukunftsperspektive: Agri-PV als Schlüssel zur Energiewende

    Experten schätzen, dass allein in Deutschland über 1,5 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche für Agri-PV geeignet wären.
    Das entspricht einem theoretischen Potenzial von bis zu 300 GWp installierter Leistung – genug, um den gesamten Strombedarf Deutschlands zu decken.

    Trends für die Zukunft

    • Politische Unterstützung wächst (EEG-Innovationsausschreibungen).
    • Kosten sinken durch Skaleneffekte und Standardisierung.
    • Integration in landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten (z. B. Direktvermarktung, Kühlung, E-Mobilität auf Höfen).
    • Kombination mit Tierhaltung: Agri-PV-Weiden für Kühe oder Hühner bieten Schatten und Schutz.

    Schritt-für-Schritt: So gelingt der Einstieg in Agri-PV

    1. Standortanalyse: Bodenqualität, Sonneneinstrahlung, Flächenstruktur prüfen.
    2. Wirtschaftlichkeitsberechnung: Strombedarf, Einspeisung, Eigenverbrauch.
    3. Rechtliche Klärung: Bebauungsplan, EEG-Zulassung, Förderprogramme.
    4. Kooperationspartner wählen: Landwirt, Energieversorger, Projektentwickler.
    5. Technische Planung: Systemtyp, Modulauswahl, Aufständerung.
    6. Finanzierung sichern: Eigenkapital, Kredit, Pachtmodell.
    7. Bau & Inbetriebnahme: Fachgerechte Installation, Monitoring-System integrieren.

    Fazit: Agri-PV – Zukunftsmodell für Landwirtschaft und Energiewende

    Agri-PV verbindet, was lange als Gegensatz galt: Landwirtschaft und Solarenergie.
    Sie nutzt Flächen doppelt, schützt Pflanzen vor Extremwetter, steigert die Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe und trägt aktiv zur Energiewende bei.

    Natürlich steht die Technologie noch am Anfang – rechtliche Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz müssen weiter wachsen. Doch die Richtung ist klar: Agri-Photovoltaik ist eine Schlüsseltechnologie der nachhaltigen Zukunft.

    Kurz gesagt:
    Wer heute auf Agri-PV setzt, investiert in eine Zukunft, in der Landwirtschaft und Energieproduktion Hand in Hand gehen – effizient, klimafreundlich und wirtschaftlich stark.

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    Sebastian
    Sebastian
    • Website

    Sebastian ist geprüfter Elektromeister und Redakteur bei Solaranlage.BLOG. In den vergangenen Jahren hat er über 100 Solar- und PV-Anlagen geplant, installiert und optimiert – von kleinen privaten Dachanlagen bis hin zu komplexen Gewerbeprojekten.

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