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    Startseite » Was passiert bei Bewölkung oder Regen mit der Stromproduktion? – So arbeitet deine Solaranlage bei schlechtem Wetter
    Photovoltaik Grundlagen

    Was passiert bei Bewölkung oder Regen mit der Stromproduktion? – So arbeitet deine Solaranlage bei schlechtem Wetter

    FlorianBy Florian3. November 2025Keine Kommentare8 Mins Read
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    Viele angehende Betreiber einer Photovoltaikanlage stellen sich die gleiche Frage: Was passiert bei Bewölkung oder Regen mit der Stromproduktion? Schließlich scheint in Deutschland nicht jeden Tag die Sonne – und Regen, Nebel oder graue Wintertage gehören zum Alltag.

    Doch keine Sorge: Auch wenn die Sonne sich hinter Wolken versteckt, produziert deine Solaranlage weiterhin Strom. Wie viel genau, wovon das abhängt und welche Technologien helfen, auch bei schlechtem Wetter effizient zu bleiben, erfährst du in diesem umfassenden Beitrag.



    Table of Contents

    Toggle
    • 1. Einführung: Sonne ist nicht alles – wie Photovoltaik wirklich funktioniert
    • 2. Der Unterschied zwischen direkter und diffuser Sonneneinstrahlung
    • 3. Wie viel Strom produziert eine Solaranlage bei Bewölkung?
    • 4. Physikalischer Hintergrund: Warum Wolken trotzdem Energie liefern
    • 5. Regen – Freund oder Feind der Solaranlage?
      • 🌧️ Vorteile von Regen:
    • 6. Temperatur und Stromproduktion – das unterschätzte Zusammenspiel
    • 7. Einfluss der Jahreszeit
    • 8. Moderne Modultechnologien: Bessere Leistung bei schwachem Licht
    • 9. Wechselrichter und Schlechtwetter – unsichtbare Helfer
      • Merkmale eines guten Wechselrichters:
    • 10. Stromproduktion bei Regen im Detail
    • 11. Einfluss von Wolkendynamik – warum Leistungsspitzen entstehen können
    • 12. Praxisbeispiel: Stromproduktion bei wechselndem Wetter
    • 13. Einfluss von Schmutz, Nebel und Feuchtigkeit
      • Tipps zur Vermeidung:
    • 14. Batteriespeicher – ideal bei wechselhaftem Wetter
    • 15. Langfristige Betrachtung: Kein Problem für den Jahresertrag
    • 16. Einfluss von Modulneigung und Ausrichtung
    • 17. Zukunft: Technologien für mehr Effizienz bei schlechtem Wetter
      • Aktuelle Entwicklungen:
    • 18. Häufige Mythen über PV-Leistung bei schlechtem Wetter
    • 19. Fazit: Stromproduktion bei Bewölkung – zuverlässiger als gedacht
      • PRODUCT_NAME

    1. Einführung: Sonne ist nicht alles – wie Photovoltaik wirklich funktioniert

    Viele glauben, Solarmodule funktionieren nur bei strahlendem Sonnenschein. Doch das stimmt so nicht. Photovoltaikanlagen wandeln Lichtenergie, nicht Wärme, in Strom um.

    Das bedeutet: Auch wenn der Himmel wolkenverhangen ist oder es regnet, gelangt immer noch ein Teil des Sonnenlichts – sogenanntes diffuses Licht – auf die Solarmodule. Dieses Licht reicht aus, um weiterhin elektrische Energie zu erzeugen, wenn auch mit geringerer Leistung.

    💡 Fakt: Selbst an trüben Wintertagen produziert eine moderne PV-Anlage zwischen 10 und 30 Prozent ihrer Nennleistung.


    2. Der Unterschied zwischen direkter und diffuser Sonneneinstrahlung

    Um zu verstehen, was bei Bewölkung oder Regen mit der Stromproduktion passiert, muss man den Unterschied zwischen direkter und diffuser Sonneneinstrahlung kennen.

    Art der EinstrahlungBeschreibungBedeutung für Photovoltaik
    Direkte StrahlungSonnenlicht trifft ungehindert auf das Modul.Höchste Stromproduktion
    Diffuse StrahlungLicht wird durch Wolken oder Partikel gestreut.Reduzierte, aber konstante Stromproduktion

    Bei klarem Himmel dominiert die direkte Strahlung. Sobald jedoch Wolken aufziehen, wird das Licht gestreut, sodass es aus vielen Richtungen gleichzeitig auf die Module trifft.

    💡 Auch wenn die Intensität abnimmt, bleibt die Stromproduktion stabil – dank des diffusen Lichts.


    3. Wie viel Strom produziert eine Solaranlage bei Bewölkung?

    Die Leistung hängt von der Lichtintensität ab.

    WetterlageAnteil der EinstrahlungTypische Stromproduktion
    Sonnig, wolkenlos100 %100 % Leistung
    Leicht bewölkt60–80 %60–90 % Leistung
    Stark bewölkt20–40 %20–50 % Leistung
    Regen10–30 %10–40 % Leistung
    Nebel5–15 %5–25 % Leistung

    💡 Selbst bei dichter Bewölkung bleibt die Stromproduktion bei Bewölkung messbar – eine komplette Nullproduktion gibt es selten.


    4. Physikalischer Hintergrund: Warum Wolken trotzdem Energie liefern

    Wolken wirken wie ein riesiger Diffusor: Sie brechen und streuen das Sonnenlicht. Das Licht erreicht dadurch die Module aus vielen Richtungen gleichzeitig.

    Das hat sogar einen Vorteil:
    Bei bewölktem Himmel werden auch senkrecht oder ungünstig montierte Module besser ausgeleuchtet, da das Licht gleichmäßiger verteilt ist.

    💡 Ergebnis: Die Leistung sinkt zwar, aber die Module arbeiten homogener – und die Stromproduktion bleibt konstanter über den Tag verteilt.


    5. Regen – Freund oder Feind der Solaranlage?

    Regen wird oft als schlechtes Wetter für Solaranlagen angesehen, doch er hat positive Effekte:

    🌧️ Vorteile von Regen:

    1. Reinigung der Module: Staub, Pollen und Schmutz werden abgewaschen.
    2. Kühlung der Module: Niedrigere Temperaturen erhöhen den Wirkungsgrad.
    3. Stabile diffuse Einstrahlung: Regenwolken lassen Licht hindurch – die Stromproduktion läuft weiter.

    💡 Nach einem kräftigen Regenschauer kann die Effizienz einer Anlage sogar steigen, weil die Module sauberer und kühler sind.


    6. Temperatur und Stromproduktion – das unterschätzte Zusammenspiel

    Ein oft übersehener Faktor ist die Temperatur. Je wärmer die Solarzellen werden, desto geringer ist ihr Wirkungsgrad.

    An heißen, sonnigen Tagen können Module 60–70 °C erreichen, wodurch die Spannung sinkt. Bei bewölktem Wetter sind die Module dagegen kühler – und der Wirkungsgrad steigt leicht.

    💡 Fazit:
    Weniger Licht, aber höhere Effizienz – deshalb kann eine Solaranlage bei leichter Bewölkung manchmal fast genauso viel Strom liefern wie bei direkter Sonne.


    7. Einfluss der Jahreszeit

    Die Jahreszeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Im Winter ist die Sonne flacher, die Einstrahlung schwächer – und Wolken häufiger. Trotzdem liefern PV-Anlagen auch dann beachtliche Ergebnisse.

    MonatTypische WetterlageAnteil am Jahresertrag
    JanuarBewölkt, Schnee2–3 %
    AprilWechselhaft, viel diffuses Licht9–11 %
    JuliSonnig, hohe Temperaturen11–13 %
    OktoberBewölkt, moderate Temperaturen8–10 %

    💡 Interessant: Frühjahr und Herbst sind oft ertragsstärker als der Hochsommer – weil es kühler ist und die Module effizienter arbeiten.


    8. Moderne Modultechnologien: Bessere Leistung bei schwachem Licht

    Nicht alle Solarmodule reagieren gleich auf diffuses Licht. Moderne Technologien sind so entwickelt, dass sie auch bei geringer Einstrahlung hohe Erträge liefern.

    ModultypVerhalten bei BewölkungTemperaturverhaltenEmpfehlung
    MonokristallinSehr gut bei wenig LichtMittelIdeal für bewölkte Regionen
    PolykristallinGut bei direkter SonneSchwächer bei WolkenGünstig, aber wetterempfindlicher
    DünnschichtHervorragend bei diffusem LichtSehr stabil bei HitzeOptimal für wechselhaftes Klima
    Perowskit (neu)Exzellent bei StreulichtNoch in EntwicklungZukunftstechnologie

    💡 Tipp:
    Wer in Regionen mit häufig wechselndem Wetter lebt, sollte Module mit guter Schwachlichtleistung wählen.


    9. Wechselrichter und Schlechtwetter – unsichtbare Helfer

    Auch der Wechselrichter spielt eine zentrale Rolle. Bei Bewölkung schwankt die Lichtintensität ständig. Ein moderner Wechselrichter muss diese Schwankungen schnell ausgleichen, um den optimalen Betriebspunkt (MPP – Maximum Power Point) zu halten.

    Merkmale eines guten Wechselrichters:

    • Schnelle MPP-Tracking-Geschwindigkeit
    • Hohe Effizienz auch bei Teillast
    • Intelligente Leistungsregelung bei wechselnder Einstrahlung

    💡 Ein qualitativ hochwertiger Wechselrichter kann bei wechselhaftem Wetter bis zu 5 % mehr Energie aus der gleichen Anlage herausholen.


    10. Stromproduktion bei Regen im Detail

    Bei Regen verringert sich die Einstrahlung auf etwa 100–300 W/m² – im Vergleich zu 1.000 W/m² an einem sonnigen Tag.

    Trotzdem liefern die Module weiterhin Strom, da das diffuse Licht durch die Wolkendecke dringt.

    WetterEinstrahlung (W/m²)Stromproduktion (bezogen auf 10 kWp)
    Sonnig1.00010.000 W
    Bewölkt4004.000 W
    Regen2002.000 W
    Starkregen1001.000 W

    💡 Das bedeutet: Auch bei Dauerregen läuft die Anlage weiter – sie liefert vielleicht weniger, aber nie null Strom.


    11. Einfluss von Wolkendynamik – warum Leistungsspitzen entstehen können

    Interessanterweise kann es bei wechselnder Bewölkung kurzfristig zu Leistungsspitzen kommen.

    Wenn Wolken die Sonne nur teilweise verdecken, wird das Licht gestreut und reflektiert. Dadurch trifft kurzfristig mehr Licht als normal auf die Module.

    Dieser Effekt heißt Wolkenrandeffekt und kann zu Ertragsspitzen von bis zu 10–15 % über der Nennleistung führen – ein kurzzeitiger Bonus durch Wetterwechsel!


    12. Praxisbeispiel: Stromproduktion bei wechselndem Wetter

    Ein Praxisbeispiel aus Nordrhein-Westfalen zeigt, wie stabil Solaranlagen trotz Wolken arbeiten:

    WettertagDurchschnittliche EinstrahlungEnergieertrag 10 kWp-Anlage
    Sonnig1.000 W/m²55 kWh
    Wechselhaft500 W/m²32 kWh
    Bewölkt300 W/m²22 kWh
    Regen200 W/m²15 kWh

    💡 Selbst an komplett bewölkten Tagen liefert die Anlage noch rund 25–30 % ihres Maximalertrags.


    13. Einfluss von Schmutz, Nebel und Feuchtigkeit

    Feuchtigkeit und Schmutz können den Lichteinfall zusätzlich beeinträchtigen. Besonders in Regionen mit viel Regen oder Nebel bildet sich ein grauer Film auf der Moduloberfläche.

    Tipps zur Vermeidung:

    1. Regelmäßige Sichtkontrolle: 1–2 Mal jährlich.
    2. Reinigung nach Pollenflug oder Saharastaub: erhöht die Lichtdurchlässigkeit.
    3. Anti-Reflex-Beschichtung (ARC): verbessert Lichtaufnahme auch bei diffusem Licht.

    💡 Eine saubere Anlage kann bis zu 5 % mehr Ertrag liefern – gerade bei schwacher Sonneneinstrahlung.


    14. Batteriespeicher – ideal bei wechselhaftem Wetter

    Ein Batteriespeicher hilft, Ertragsschwankungen durch Bewölkung oder Regen auszugleichen.

    Wenn die Sonne scheint, wird überschüssiger Strom gespeichert. Bei schlechtem Wetter nutzt du dann den gespeicherten Strom – statt teuren Netzstrom zu beziehen.

    💡 Besonders im Frühjahr und Herbst, wenn das Wetter unbeständig ist, sorgt ein Speicher für mehr Autarkie.


    15. Langfristige Betrachtung: Kein Problem für den Jahresertrag

    Auch wenn es an einzelnen Tagen bewölkt oder regnerisch ist, spielt das langfristig kaum eine Rolle.

    In Deutschland beträgt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung pro Jahr 1.000–1.200 kWh/m². Selbst in Regionen mit häufigen Wolken erreichen gut geplante PV-Anlagen 85–95 % der erwarteten Jahresleistung.

    💡 Fazit:
    Kurzfristige Schwankungen werden durch sonnige Tage ausgeglichen – auf das Jahr gerechnet bleibt der Solarertrag stabil.


    16. Einfluss von Modulneigung und Ausrichtung

    Die Position der Module beeinflusst, wie sie auf diffuses Licht reagieren.

    AusrichtungVerhalten bei BewölkungEmpfehlung
    SüdHohe Leistung bei direkter SonneStandardausrichtung
    Ost/WestGleichmäßigere Erträge bei BewölkungIdeal bei wechselhaftem Wetter
    Flachdach (leichte Neigung)Gute diffuse LichtaufnahmeOptimal in nördlichen Regionen

    💡 Bei diffusen Lichtverhältnissen profitieren Anlagen mit Ost-West-Ausrichtung – sie fangen das Streulicht gleichmäßiger über den Tag verteilt ein.


    17. Zukunft: Technologien für mehr Effizienz bei schlechtem Wetter

    Forschung und Industrie arbeiten an neuen Materialien, die diffuses Licht besser nutzen können.

    Aktuelle Entwicklungen:

    • Bifaziale Module: nutzen auch rückseitiges, reflektiertes Licht.
    • Perowskit-Tandemzellen: hohe Effizienz auch bei geringem Licht.
    • Nachführsysteme: passen den Winkel automatisch an – ideal bei wechselnden Bedingungen.

    💡 Mit diesen Innovationen wird die Stromproduktion bei Bewölkung künftig noch effizienter.


    18. Häufige Mythen über PV-Leistung bei schlechtem Wetter

    MythosWahrheit
    „Bei Regen produziert die Anlage gar nichts.“Falsch – sie liefert bis zu 30 % Leistung.
    „Nur direkte Sonne zählt.“Falsch – diffuses Licht erzeugt ebenfalls Strom.
    „Im Winter lohnt sich PV nicht.“Falsch – kühle Temperaturen erhöhen den Wirkungsgrad.

    💡 Moderne Solartechnik ist längst wetterunabhängiger, als viele denken.


    19. Fazit: Stromproduktion bei Bewölkung – zuverlässiger als gedacht

    Der Mythos, dass Solaranlagen nur bei Sonnenschein funktionieren, ist längst überholt. Die Stromproduktion bei Bewölkung basiert auf diffusem Licht, das selbst durch dichte Wolken dringt.

    ✅ Wichtige Erkenntnisse:

    • Selbst bei Regen läuft die Anlage weiter – mit 10–40 % Leistung.
    • Diffuses Licht sorgt für gleichmäßige Erträge über den Tag.
    • Regen reinigt und kühlt – das steigert langfristig die Effizienz.
    • Moderne Module und Wechselrichter holen auch bei Schlechtwetter das Maximum heraus.

    💡 Fazit in einem Satz:
    Die Stromproduktion bei Bewölkung ist kein Problem, sondern Teil des natürlichen Betriebs – mit moderner Technik bleibt deine PV-Anlage auch bei Regen ein verlässlicher Stromlieferant.

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    Florian
    Florian
    • Website

    Florian ist erfahrener Obermonteur für Photovoltaik-Großanlagen bei einem der führenden Solaranbieter in Deutschland. Seit vielen Jahren begleitet er große PV-Projekte von der ersten Baustellenplanung bis zur finalen Inbetriebnahme. Zu seinen Schwerpunkten gehören Freiflächenanlagen, große Industriedächer, komplexe Montagesysteme und leistungsstarke Gewerbeanlagen.

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