Einleitung
Stellen Sie sich vor, Ihre Solaranlage fängt nicht nur das Sonnenlicht ein, das direkt auf die Vorderseite der Module fällt — sondern nutzt auch das Licht, das von unten oder von der Rückseite reflektiert wird. Genau das ermöglichen bifaziale Solarmodule. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, wie die Technik funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und ob sich der Einsatz von bifazialen Modulen für Ihre Photovoltaik-Anlage tatsächlich lohnt. Für Anlagenbetreiber, Investoren oder Hausbesitzer mit Dach- oder Freiflächenanlage gilt: Wer hier richtig plant, kann von zusätzlichen Erträgen profitieren. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob bifaziale Solarmodule die richtige Wahl für Ihr Solarprojekt sind.
1. Grundlagen: Was bedeutet „bifaziale Solarmodule“?
1.1 Begriffserklärung und Technik
Der Begriff bifaziale Solarmodule meint Solarmodule, die auf beiden Seiten — Vorder- und Rückseite — Sonnenlicht bzw. reflektiertes Licht aufnehmen können und so Strom erzeugen. maysunsolar.com+3Wikipedia+3EnergySage+3
Traditionelle Module (monofazial) nutzen hingegen nur die Vorderseite für die Stromerzeugung. EnergySage+1
Bei bifazialen Modulen werden besonders die rückwärtig einfallenden Strahlen berücksichtigt — etwa von hellen Bodenflächen, Schnee, Sand oder reflektierenden Materialien. maysunsolar.com+1
Ein wichtiger technischer Parameter ist der sogenannte Bifazialitätsfaktor („bifaciality factor“) – er gibt an, in welchem Anteil die Rückseite im Verhältnis zur Vorderseite Strom erzeugen kann. pvsyst.com
1.2 Aufbau und typische Merkmale
- Beide Seiten des Moduls sind aktiv — entweder mit Glas-Glas Aufbau oder mit transparentem Rückseitenmaterial. deegesolar.co.uk+1
- Der Rückseitenaufbau kann z. B. durch eine klare Rückfolie, Glas oder eine transparente Rückwand realisiert sein. maysunsolar.com+1
- Zur optimalen Nutzung wird die Rückseite auf reflektierende Flächen oder in besonderen Montage-Situationen bedacht, sodass Licht von unten oder seitlich zur Modulrückseite gelangt. Trinasolar+1
1.3 Wie unterscheiden sich bifaziale Solarmodule von herkömmlichen Modulen?
Einfach gesagt: Standard-Solarmodule (monofazial) haben eine aktive Vorderseite und eine oft undurchsichtige Rückseite (Backsheet), welche die Rückseite nicht aktiv macht. Bei bifazialen Modulen hingegen wird auch die Rückseite zur Energiegewinnung genutzt. solarpowerworldonline.com+1
Das bedeutet: In geeigneten Umständen kann eine Anlage mit bifazialen Modulen mehr Strom pro kW peak und Fläche produzieren — allerdings nur, wenn die Umgebung und Montage das Potenzial tatsächlich ausschöpfen. maysunsolar.com+1
2. Funktionsweise im Detail
2.1 Lichtaufnahme vorne und hinten
Die Vorderseite eines Solarmoduls erhält direktes Sonnenlicht. Die Rückseite eines bifazialen Moduls nutzt dagegen:
- Licht, das von reflektierenden Flächen (heller Boden, Schnee, helles Dachmaterial) nach oben reflektiert wird. deegesolar.co.uk+1
- Streulicht, das seitlich oder von unten einfällt. Trinasolar
- Das Modul kann sozusagen „zwei Seiten“ zur Energiegewinnung aktiv nutzen.
2.2 Einflussfaktoren auf den Ertrag
Mehrere Faktoren bestimmen, wieviel Mehrertrag ein bifaziales Modul liefert:
- Albedo (Reflexionsgrad) der Umgebung: Je heller und reflektierender der Untergrund, desto grösser der Gewinn durch die Rückseite. arXiv+1
- Montagehöhe über dem Boden bzw. Überstandshöhe: Ein grösserer Abstand zur Bodenfläche ermöglicht mehr Licht von unten zur Rückseite. arXiv
- Neigung und Ausrichtung: Auch die Rückseite muss im Einfallswinkel berücksichtigt werden. Schatten von Nachbarmodulen oder Struktur kann den Rückseitengewinn reduzieren. Trinasolar
- Rückseiten-Design des Moduls: Glas-Glas Konstruktionen, transparente Rückseiten sowie gute Zelltechnologie erhöhen Effizienz und Rückseitenbeitrag. maysunsolar.com+1
- Sonneinstrahlung und Umgebung: In Regionen mit hohem diffusem Anteil oder Schnee kann der Rückseitenbeitrag stärker ausfallen. arXiv
2.3 Typischer Zusatzgewinn im Ertrag
Studien geben an, dass der rückseitige Anteil bei optimalen Bedingungen zusätzliche Erträge von 10 % bis 30 % oder mehr ermöglichen kann. maysunsolar.com+2deegesolar.co.uk+2
Beispiel: In einer Studie wird gezeigt, dass unter einem Albedo von 0,5 (50 % Reflexion) und 1 m Erhöhung über Boden ein Gewinn von ~30 % erreicht werden kann. arXiv
Wichtig: Diese Werte gelten unter sehr guten Voraussetzungen – bei weniger idealen Bedingungen fällt der Vorteil geringer aus. arXiv
3. Einsatzgebiete und Montagebedingungen
3.1 Geeignete Installationssituationen
bifaziale Solarmodule eignen sich besonders für:
- Freiflächenanlagen oder Solarparks mit gut reflektierendem Untergrund oder mit erhöhtem Abstand zum Boden.
- Gewerbliche / industrielle Dächer mit hellen Oberflächen oder Flachdächern, bei denen Rückstrahlung genutzt werden kann.
- Anlagen mit Tracker-Technologie, die zusätzliche Rückseiteinstrahlung ermöglichen (z. B. Ost-West Ausrichtung oder vertikale Anlagen). EnergySage
- Bereiche mit Schnee oder hellem Untergrund, wo Reflexion stark zur Rückseite gelangen kann.
3.2 Grenzen und weniger geeignete Szenarien
- Wo der Untergrund dunkel ist, wenig reflektiert oder stark verschattet ist, bietet der Rückseitengewinn nur geringe Vorteile. arXiv+1
- Auf traditionellen steilen Privathäuser-Dächern mit wenig Fläche oder wo die Rückseite kaum Licht erhält, kann der zusätzliche Aufwand den Nutzen nicht rechtfertigen. EnergySage+1
- Wenn Montageabstand sehr gering ist oder Schatten von Nachbarreihen auf die Rückseite fällt – dann sinkt der Rückseitenanteil stark.
3.3 Praxisbeispiel: Anwendung auf Freilandanlage
Ein Solarpark mit hellen Kiesflächen oder hellem Split unter den Modulen hebt den Rückseitengewinn: Wenn die Module z. B. 1,5 m über dem Boden montiert sind und der Untergrund reflektierend ist, kann der Mehrertrag durch die Rückseite deutlich sein. Zudem können vertikale oder Ost-West geneigte Anlagen mit bifazialen Modulen Vorteile im Morgen/Abend-Bereich haben. arXiv
3.4 Praxisbeispiel: Anwendung auf Privathaus
Ein Einfamilienhaus-Dach mit dunklem Dachmaterial und wenig Abstand zur Modulunterseite: Hier ist der Rückseitenanteil meist gering – trotzdem könnten bifaziale Module sinnvoll sein, wenn Optik, Glas-Glas Aufbau oder Langlebigkeit im Fokus stehen, aber der finanzielle Mehrwert durch Rückseite ist begrenzt.
4. Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich der Einsatz von bifazialen Solarmodulen?
4.1 Kostenfaktoren
Beim Einsatz von bifazialen Solarmodulen sind folgende Kostenpunkte zu beachten:
- Anschaffungskosten der Module: Oft höher als Standard-monofaziale Module, da aufwendiger Aufbau und ggf. Glas-Glas Konstruktion. deegesolar.co.uk
- Montage / Unterkonstruktion: Erhöhte Anforderungen an Abstand zur Bodenfläche, eventuell spezielle Unterkonstruktion oder Tracker-Systeme.
- Reflexionsoptimierung: Untergrundgestaltung (z. B. helle Materialien) kann zusätzlichen Aufwand verursachen.
- Planung und Simulation: Um den Rückseitengewinn zu realisieren, benötigt man bessere Planung, womöglich Software-Simulationen und Optimierung – höhere Projektkosten.
4.2 Ertragssteigerung und Amortisation
- Wenn die Bedingungen günstig sind, kann der Mehrertrag durch Rückseite den Aufpreis gegenüber Standardmodule wettmachen – z. B. durch 10–30 % höhere Erträge unter optimalen Umständen. deegesolar.co.uk+1
- Der sogenannte Levelised Cost of Electricity (LCOE) wird bei guten Bedingungen bei bifacialen Systemen deutlich reduziert. arXiv
- Amortisationszeit kann sich verkürzen, wenn der Rückseitenanteil hoch ist und die Zusatzkosten moderat bleiben.
4.3 Risiko und Sensibilität
- Der tatsächliche Rückseitengewinn ist stark abhängig von Standort, Untergrund, Montage, Ausrichtung – schlechte Planung kann dazu führen, dass der Mehrwert gering oder nicht vorhanden ist. arXiv
- Wenn Modulpreisaufschlag, Montageaufwand oder Untergrundkosten hoch sind, kann sich der Einsatz von bifazialen Modulen weniger lohnen als gedacht.
- In kleinen Dachanlagen mit wenig Reflexionspotenzial könnte der Mehrwert minimiert sein – dann könnte eine kostengünstigere Standardlösung sinnvoller sein.
4.4 Vergleichstabelle: Wirtschaftlichkeit bei zwei Szenarien
| Szenario | Bedingungen | Erwarteter Rückseiten-Gewinn | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Freilandanlage mit hell reflektierendem Boden | Großfläche, helles Umfeld, gute Erhöhung über Boden | Hoch (z. B. 20-30 %) | Bifazial sinnvoll |
| Privates Dach mit dunklem Dachmaterial | Kleine Fläche, wenig Abstand Boden-Modul, wenig Reflexion | Gering (z. z. 5-10 % oder weniger) | Standardmodule könnten günstiger sein |
5. Technische Herausforderungen und Planungshinweise
5.1 Anforderungen an Unterkonstruktion & Montage
- Der Untergrund muss möglichst reflektierend sein oder so gestaltet werden, dass Rückseiteneinstrahlung möglich ist (z. B. helle Kiesflächen, Split).
- Montagehöhe bzw. Abstand zur Bodenfläche ist wichtig: Je grösser der Abstand, desto höher der Rückseitenanteil. arXiv
- Schatten durch benachbarte Module oder Struktur auf Rückseite vermeiden – eng gesteckte Reihen können den Rückseiteneffekt schmälern.
- Tracker-Systeme oder Ost-West Montage bieten Potenzial, den Rückseitengewinn besser auszuschöpfen. EnergySage
5.2 Planung – Simulation und Datenanalyse
- Vor der Installation empfiehlt sich eine Simulation des erwarteten Rückseitengewinns mittels Tools wie PVSyst oder ähnlichem – dort wird der Bifazialitätsfaktor berücksichtigt. pvsyst.com
- Parameter: Albedo (Reflexionsgrad) des Bodens, Modul-Abstand, Ausrichtung, Neigung, Schattenanalyse.
- Eine schlechte Planung kann dazu führen, dass der Mehrwert kleiner ist als erwartet – deshalb: Daten-gestützte Entscheidung.
5.3 Qualität der Module & Garantien
- Hochwertige bifaziale Module haben oft Glas-Glas Aufbau, verbesserte Zelltechnologien (z. B. HJT) und bessere Rückseitenleistung. maysunsolar.com
- Achten Sie auf Herstellerangaben zur Bifazialitätsrate, Rückseitenleistung, Degradation und Garantiebedingungen – gerade bei neuen Technologien kann Qualität stark variieren.
5.4 Umwelt- und Umfeldbedingungen
- Untergrundreflexion (Albedo) spielt eine grosse Rolle: Schnee, Sand, helle Kiesflächen oder helle Bodenbeschaffenheit bringen Vorteile. arXiv+1
- Klimatische Verhältnisse: In Regionen mit hoher diffuse Strahlung oder bei Nebel kann der Rückseitenbeitrag anders ausfallen als bei klarer Sonne.
- Verschmutzung/Soiling: In bestimmten Anlagen-Designs (z. B. vertikale bifaziale Module) kann der Rückseitenaufbau Vorteile bzgl. Reinigung und Verschmutzung bringen. arXiv
6. Vorteile und Nachteile von bifazialen Solarmodulen
6.1 Vorteile
- Höherer Ertrag: Durch Nutzung beider Seiten kann der jährliche Energieertrag gesteigert werden. maysunsolar.com+1
- Besseres Verhältnis Fläche zu Leistung: Besonders bei guten Bedingungen mehr Leistung auf gleicher Fläche möglich.
- Langlebigkeit: Viele bifaziale Module sind im Glas-Glas Design, was bessere Schutzmechanismen gegenüber Feuchtigkeit und Degradation bieten kann. deegesolar.co.uk
- Technologischer Fortschritt: Neue Technologien (z. B. HJT mit hohem Bifazialitätsfaktor) verbessern Rückseitenleistung weiter. maysunsolar.com
6.2 Nachteile
- Höhere Kosten: Anschaffung und Montage können teurer sein als bei Standardmodulen. deegesolar.co.uk
- Abhängigkeit von Umfeldbedingungen: Der Mehrwert ist stark vom Untergrund, Reflexionsgrad, Schatten und Abstand abhängig – bei ungünstigen Umständen fällt der Rückseiteneffekt gering aus. arXiv
- Komplexere Planung und Montage: Um den Rückseitengewinn optimal zu nutzen, sind sorgfältige Planung, Abstand und Unterkonstruktion nötig.
- Nicht für alle Dächer geeignet: Auf kleinen privaten Dächern mit wenig Reflexion oder wenig Abstand zur Modulunterseite kann der Mehrwert sehr gering sein.
7. Fallstudien und Praxisbeispiele
7.1 Freiflächenanlage mit hohem Rückseitengewinn
In einer Studie wird gezeigt, dass eine freistehende bifaziale Anlage über reflektierendem Untergrund mit hoher Albedo und einer Erhöhung über dem Boden einen Gewinn von ca. 30 % erzielen kann. arXiv
Die Planung berücksichtigte: Modulabstand, Neigung, Albedo von 0,5 und erhöhte Montagehöhe. Das Ergebnis war, dass der Rückseitenanteil messbar war und sich positiv auf den Gesamtertrag auswirkte.
7.2 Privates Dach – geringerer Mehrwert
Ein Hausdach mit dunklem Ziegelmaterial, geringer Abstand zwischen Modulunterseite und Dachfläche, und wenig Reflexion: In diesem Fall zeigte sich, dass der Rückseitenanteil nur wenige Prozent betrug – der Mehrpreis für bifaziales Modul wäre hier wahrscheinlich nicht wirtschaftlich gewesen.
Diese Art von Beispiel zeigt: Nicht jede Anwendung von bifazialen Solarmodulen führt automatisch zu deutlichen Vorteilen.
7.3 Kombination mit Tracker-System
Ein weiterer Anwendungsfall: Große Solarparks mit Tracker-Technologie nutzen bifaziale Solarmodule kombiniert mit Ost-West oder einachsig drehbaren Systemen. Hier kann der Rückseitengewinn durch Beweglichkeit und bessere Ausnutzung des Lichts optimaler sein. EnergySage
Dadurch sinkt der Levelised Cost of Electricity (LCOE) deutlicher als bei statischer Ausrichtung.
8. Entscheidungshilfe: Sollte ich bifaziale Solarmodule wählen?
8.1 Checkliste zur Modulwahl
- Wie beschaffen ist der Untergrund? Ist der Untergrund hell und reflektierend (z. B. helle Fläche, Kies, Schnee, Sand)?
- Wie hoch ist der Abstand der Modulunterseite zum Boden bzw. zur Unterlage? Größere Höhen erhöhen den Rückseitengewinn.
- Wie stark ist die Verschattung durch Modulreihen, Konstruktion oder umliegende Objekte? Schatten reduziert den Rückseiteneffekt.
- Wie groß ist die Anlage bzw. wie viel Fläche steht zur Verfügung? Bei großen Freiflächenanlagen ist der Rückseitengewinn oft wirtschaftlich relevant.
- Wie hoch sind die Mehrkosten für Module und Montage? Muss der Mehrpreis durch Zusatzertrag gerechtfertigt werden?
- Wie ist die Langfriststrategie? Wenn Sie auf hohe Effizienz, hohe Leistung pro Fläche oder zukunftsorientierte Technologie setzen, können bifaziale Module vorteilhaft sein.
- Wie sieht Ihr Budget und Ihre Ertragsstrategie aus? Kostensensitivität versus Ertragsmaximierung.
8.2 Empfehlung je nach Anwendungsfall
- Freilandanlage oder Hallendach mit grosser Fläche und hellem Untergrund → bifaziale Solarmodule sehr sinnvoll.
- Privathaushalt mit klassischem Dach, dunklem Untergrund und begrenztem Abstand zur Unterlage → Standard-monofaziale Module könnten wirtschaftlicher sein, oder zumindest eine genaue Prüfung vor Einsatz von bifazial.
- Gewerbeanlage mit guten Montagebedingungen und langfristiger Ausrichtung auf Eigenverbrauch / hohe Leistung pro Fläche → Eine Kombination mit bifazialen Modulen kann sich lohnen.
8.3 Wirtschaftlichkeitsprüfung
Berechnen Sie:
- Modulmehraufpreis gegenüber Standardmodul
- Zusätzlicher Ertrag (z. B. +10 %, +20 %) prognostiziert auf Basis Ihrer Standort‐Bedingungen
- Differenzkosten / Mehrerlös → Amortisationszeit
Wenn der Mehrertrag den Mehraufpreis und zusätzlichen Installationsaufwand rechtfertigt, dann ist die Wahl von bifazialen Solarmodulen sinnvoll.
9. Zukunftsperspektiven und Entwicklungen
9.1 Technologische Trends
- Zelltechnologien mit höherem Bifazialitätsfaktor (z. B. Heterojunction-Technologie) ermöglichen Rückseitenanteile über 90 % zur Vorderseite. maysunsolar.com
- Glas-Glas Konstruktionen werden häufiger – diese verbessern Langlebigkeit und Rückseitenleistung.
- Kombination mit Trackern und optimierten Unterbaulösungen wird zunehmen – insbesondere im großen Maßstab.
9.2 Markt- und Wachstumsaussichten
- Der Anteil bifazialer Module im Markt wächst kontinuierlich, insbesondere bei großen kommerziellen oder Freilandanlagen. Reuters+1
- Auch im privaten Bereich könnten sich bifaziale Module zunehmend durchsetzen, wenn Montage- und Untergrundbedingungen optimiert werden.
9.3 Nachhaltigkeit und Lebensdauer
- Durch Nutzung beider Seiten kann die Flächeneffizienz erhöht werden – das verbessert die Ressourcennutzung.
- Hochwertige Module und Konstruktionen können längere Lebensdauer und geringere Degradation haben – das stärkt den Gesamtwert der Anlage.
10. Fazit
Die Frage „Lohnen sich bifaziale Solarmodule?“ lässt sich mit Ja beantworten – jedoch mit einem klaren Wenn: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wer eine Anlage mit guten Voraussetzungen (heller Untergrund, ausreichender Montageabstand, große Fläche, geringe Verschattung) plant, der kann mit bifazialen Solarmodulen deutlich höhere Erträge erzielen und damit langfristig wirtschaftlicher arbeiten.
Für kleine Dachanlagen mit begrenztem Abstand und dunklem Untergrund kann der Mehrwert hingegen gering ausfallen – hier empfiehlt sich eine sorgfältige Wirtschaftlichkeitsprüfung, bevor man den Mehraufwand investiert.
Also: bifaziale Solarmodule sind eine spannende und zukunftsweisende Technologie im Bereich Solar- und Photovoltaikanlagen – jedoch keine automatische Lösung für jedes Projekt. Nutzen Sie die Checkliste oben, prüfen Sie Ihre Bedingungen und entscheiden Sie fundiert. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gern eine Kosten-Ertrags-Rechnung speziell für Ihre Dach- oder Freiflächenanlage mit bifazialen Modulen gegenüber Standardmodulen erstellen.
Nutzen Sie die Chance, Ihre Solaranlage auf das nächste Level zu heben – im Wissen, dass bifaziale Solarmodule dort besonders glänzen, wo Rückseite und Umfeld optimal genutzt werden.
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