Wer eine Solaranlage installieren möchte, steht vor einer der wichtigsten Fragen überhaupt: Ist mein Dach überhaupt geeignet? Denn nicht jedes Dach bietet die optimalen Voraussetzungen für eine effiziente Photovoltaikanlage. Eine gründliche Dachanalyse für Solaranlagen ist daher der erste und entscheidende Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen PV-Installation.
In diesem Beitrag erfährst du, wie eine Dachanalyse funktioniert, welche Faktoren dabei geprüft werden, wie du selbst erste Einschätzungen vornehmen kannst und warum eine professionelle Dachanalyse oft bares Geld spart.
Wir zeigen dir, worauf es wirklich ankommt – von der Ausrichtung und Neigung über die Verschattung bis hin zur Tragfähigkeit und Materialbeschaffenheit deines Daches.
1. Warum eine Dachanalyse für Solaranlagen so wichtig ist
Eine Dachanalyse ist das Fundament jeder erfolgreichen Solaranlage. Sie bestimmt, ob dein Dach die nötigen technischen und baulichen Voraussetzungen erfüllt, um eine PV-Anlage sicher und effizient zu betreiben.
Ohne Dachanalyse drohen teure Fehler:
- Zu geringe Sonneneinstrahlung → niedriger Stromertrag
- Falsche Dachausrichtung → schlechte Wirtschaftlichkeit
- Schwache Dachkonstruktion → Gefahr durch Überlastung
- Falsches Montagesystem → Undichtigkeiten oder Beschädigungen
💡 Fazit: Wer seine Solaranlage ohne vorherige Dachanalyse plant, riskiert Ertragseinbußen und unnötige Zusatzkosten. Eine gründliche Analyse spart Zeit, Geld und Ärger.
2. Was wird bei einer Dachanalyse geprüft?
Eine professionelle Dachanalyse für Solaranlagen umfasst mehrere technische und bauliche Faktoren. Diese werden einzeln bewertet, um die Eignung des Daches genau zu bestimmen.
Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Dachausrichtung (Himmelsrichtung)
- Dachneigung (Winkel der Dachfläche)
- Verschattung (durch Bäume, Nachbarhäuser, Kamine etc.)
- Dachfläche und nutzbare Größe
- Statik und Tragfähigkeit
- Dachmaterial und Zustand
- Zugang und Sicherheit für die Montage
Jeder dieser Punkte beeinflusst die Leistung und Rentabilität deiner Solaranlage erheblich.
3. Dachausrichtung – der wichtigste Faktor für den Ertrag
Die Ausrichtung deines Daches bestimmt, wie viel Sonnenlicht deine Module im Jahresverlauf einfangen können.
| Dachausrichtung | Ertrag im Vergleich zu Süddach | Empfehlung |
|---|---|---|
| Süd | 100 % | optimal |
| Südost / Südwest | 90–95 % | sehr gut |
| Ost / West | 80–90 % | gut bei gleichmäßigem Tagesverbrauch |
| Nord | 60–70 % | meist unwirtschaftlich |
💡 Tipp: Eine Ost-West-Ausrichtung kann sinnvoll sein, wenn du tagsüber viel Strom verbrauchst – etwa durch Homeoffice oder Wärmepumpenbetrieb.
4. Dachneigung – optimal zwischen 25° und 35°
Die Dachneigung beeinflusst, wie senkrecht die Sonnenstrahlen auf die Module treffen.
| Dachneigung | Ertragsfaktor (bezogen auf 30°) | Bemerkung |
|---|---|---|
| 10–20° | 90–95 % | gut für Flachdächer mit Aufständerung |
| 25–35° | 100 % | ideal für Deutschland |
| 40–50° | 95 % | gut für Wintererträge |
| über 60° | 75 % | kaum rentabel für PV-Anlagen |
💡 Tipp: Bei Flachdächern kann die Neigung durch Montagesysteme angepasst werden, um den optimalen Ertrag zu erzielen.
5. Verschattung – der unterschätzte Ertragskiller
Einer der häufigsten Gründe für Minderertrag ist Verschattung. Schon kleine Schatten auf einem Modul können ganze Modulreihen ausbremsen.
Typische Verschattungsquellen:
- Schornsteine oder Dachgauben
- Bäume und Nachbarhäuser
- Satellitenschüsseln oder Antennen
💡 Lösung:
- Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter verwenden
- Module in getrennten Strings verlegen
- Solarertragsanalyse mit Software oder Drohne durchführen
Eine gute Dachanalyse erkennt solche Problemzonen im Vorfeld und hilft, sie zu umgehen.
6. Dachfläche und nutzbare Modulfläche
Nicht jedes Dach bietet die volle Fläche für eine PV-Anlage. Dachfenster, Kamine oder Gauben reduzieren die nutzbare Fläche.
Berechnung der benötigten Fläche:
- 1 kWp PV-Leistung benötigt ca. 5–6 m² Fläche.
- Ein typisches Einfamilienhaus mit 6 kWp braucht also etwa 35 m² Dachfläche.
💡 Tipp: Plane etwas Reserve ein, falls du später einen Stromspeicher oder eine Erweiterung hinzufügen möchtest.
7. Dachstatik – hält dein Dach das Gewicht der Solaranlage aus?
Eine statistische Prüfung gehört zur Dachanalyse zwingend dazu.
Eine PV-Anlage bringt inklusive Unterkonstruktion rund 15–20 kg pro Quadratmeter auf dein Dach.
Geprüft werden:
- Tragfähigkeit der Dachbalken
- Zustand der Dachkonstruktion
- Schneelastzonen (insbesondere in Süddeutschland)
- Windlasten
💡 Bei älteren Gebäuden oder Flachdächern sollte immer ein Statiker hinzugezogen werden.
8. Dachmaterial und Zustand
Nicht jedes Dachmaterial ist für Solaranlagen gleichermaßen geeignet.
| Dachmaterial | Eignung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Ziegeldach | sehr gut | Standardmontage mit Dachhaken |
| Betondachstein | gut | stabile Befestigung möglich |
| Blechdach | sehr gut | spezielle Klemmsysteme |
| Schieferdach | eingeschränkt | aufwändige Montage |
| Flachdach | sehr gut | Aufständerungssysteme nötig |
💡 Bei einer geplanten Dachsanierung sollte diese vor der PV-Installation erfolgen, um doppelte Kosten zu vermeiden.
9. Zugang und Sicherheit für die Montage
Neben technischen Aspekten spielt auch die Erreichbarkeit des Daches eine Rolle.
- Gibt es sicheren Zugang (z. B. über Gerüst oder Dachluke)?
- Ist ausreichend Platz für Monteure vorhanden?
- Können Kabel sicher verlegt werden?
Eine gute Dachanalyse berücksichtigt diese praktischen Faktoren von Anfang an.
10. Eigenanalyse – erste Einschätzung mit Online-Tools
Du kannst selbst eine erste Dachanalyse durchführen, bevor du ein Fachunternehmen beauftragst.
Nützliche Tools:
- Google Project Sunroof: Kostenlose Dachanalyse mit Satellitendaten
- PVGIS (EU-Kommission): Ertragsrechner basierend auf Standortdaten
- Solarkataster deiner Stadt oder Region: zeigt Sonnenpotenzial und Ertragsprognosen
💡 Diese Tools geben dir eine erste Einschätzung, ersetzen aber keine professionelle Prüfung durch einen Solarteur oder Statiker.
11. Professionelle Dachanalyse – Ablauf Schritt für Schritt
Ein Fachbetrieb führt eine Dachanalyse für Solaranlagen meist in mehreren Schritten durch:
- Vor-Ort-Termin: Begutachtung der Dachfläche, Statik und Zugänglichkeit
- Aufmaß: Vermessung und Erstellung eines digitalen Dachplans
- Ertragsberechnung: Simulation verschiedener Szenarien mit Software
- Statikprüfung: Kontrolle der Dachlast und Bausubstanz
- Angebotserstellung: Basierend auf den Analyseergebnissen
💡 Die Kosten für eine professionelle Dachanalyse (ca. 150–300 €) werden oft beim Kauf einer Solaranlage angerechnet.
12. Dachanalyse bei verschiedenen Dachtypen
a) Schrägdach
- Meist ideale Voraussetzungen
- Geringe Montagekosten
- Hoher Wirkungsgrad bei Südausrichtung
b) Flachdach
- Flexible Ausrichtung der Module durch Aufständerung
- Zusätzliche Ballastierung erforderlich
- Regelmäßige Reinigung und Kontrolle notwendig
c) Pultdach oder Walmdach
- Erfordert individuelle Planung
- Teilweise Kombination von Ost- und Westseiten sinnvoll
💡 Jeder Dachtyp hat seine Vor- und Nachteile – eine Dachanalyse deckt diese auf.
13. Wirtschaftlichkeit: Warum sich eine genaue Dachanalyse auszahlt
Eine präzise Dachanalyse sorgt für:
- realistische Ertragsprognosen,
- optimale Auslegung der Anlage,
- minimale Montagekosten,
- und eine schnellere Amortisation.
Beispielrechnung:
| Faktor | Ohne Dachanalyse | Mit Dachanalyse |
|---|---|---|
| Anlagengröße | 10 kWp (überdimensioniert) | 7,5 kWp (optimal) |
| Investition | 13.000 € | 10.000 € |
| Jahresertrag | 8.000 kWh | 7.500 kWh |
| Amortisation | 9 Jahre | 6 Jahre |
💡 Die professionelle Dachanalyse für Solaranlagen hilft, Überdimensionierung zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit zu maximieren.
14. Häufige Fehler bei der Dachanalyse
- ❌ Verschattung unterschätzt – selbst kleine Schatten können große Ertragsverluste verursachen.
- ❌ Dachstatik ignoriert – Risiko von Dachschäden oder Undichtigkeiten.
- ❌ Falsche Modulausrichtung gewählt – suboptimale Erträge.
- ❌ Dachfläche überschätzt – Platzmangel bei Montage.
- ❌ Nicht an zukünftige Verbraucher gedacht – E-Auto, Wärmepumpe etc.
💡 Tipp: Eine zweite Meinung von einem unabhängigen PV-Experten kann helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen.
15. Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit
Eine sorgfältige Dachanalyse ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch nachhaltig:
- Du nutzt die vorhandene Dachfläche effizient.
- Du minimierst Materialverbrauch und Überproduktion.
- Du verlängerst die Lebensdauer deiner PV-Anlage durch richtige Montage.
💡 Eine nachhaltige Planung sichert dir langfristig stabile Erträge – und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
16. Praxisbeispiel: Dachanalyse in der Realität
Hausbesitzerin: Frau Weber aus Hessen
Dach: 40 m² Südost-Ausrichtung, 30° Neigung
Ergebnis der Dachanalyse:
- Verschattung durch Baum am Nachmittag → Module um 2 Reihen verkürzt
- Dachstatik unbedenklich
- Beste Modulplatzierung: 16 monokristalline Module à 400 W
Endergebnis:
- 6,4 kWp Anlage
- 6.000 kWh Jahresertrag
- Eigenverbrauch: 70 %
- Amortisation: 6 Jahre
💡 Durch die frühzeitige Dachanalyse konnte Frau Weber rund 2.000 € sparen und den Ertrag um 15 % steigern.
17. Schritt-für-Schritt-Checkliste: Dachanalyse für deine Solaranlage
✅ Dachausrichtung prüfen
✅ Dachneigung bestimmen
✅ Verschattung dokumentieren
✅ Dachfläche und verfügbare Module berechnen
✅ Statik prüfen (Lastenberechnung)
✅ Dachzustand begutachten
✅ Ertragsprognose durchführen
✅ Ergebnisse dokumentieren
💡 Mit dieser Checkliste kannst du eine erste Einschätzung selbst durchführen – für die Feinanalyse empfiehlt sich ein Fachbetrieb.
18. Fazit: Dachanalyse für Solaranlagen – der Schlüssel zu einer effizienten PV-Anlage
Eine gründliche Dachanalyse für Solaranlagen ist der wichtigste Schritt vor jeder Installation. Sie schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche, sichere und langlebige Solaranlage.
✅ Das hast du gelernt:
- Die Dachausrichtung und Neigung bestimmen den Ertrag.
- Verschattung und Dachstatik sind kritische Faktoren.
- Eine präzise Analyse spart Kosten und maximiert die Rentabilität.
- Moderne Tools und Fachbetriebe liefern verlässliche Daten für Planung und Umsetzung.
💡 Fazit: Wer seine Dachanalyse ernst nimmt, legt den Grundstein für Jahrzehnte sauberen Stroms, hohe Erträge und maximale Wirtschaftlichkeit.
Bevor du also deine Photovoltaikanlage installierst: Lass dein Dach professionell prüfen – und mach aus deinem Zuhause ein echtes Sonnenkraftwerk!
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