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    Solaranlage.blog
    Startseite » Standortanalyse: Wie wichtig ist der Sonnenstand wirklich?
    Praxis & Planung

    Standortanalyse: Wie wichtig ist der Sonnenstand wirklich?

    FlorianBy Florian3. November 2025Keine Kommentare7 Mins Read
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    Eine Photovoltaikanlage lebt – im wahrsten Sinne des Wortes – vom Licht. Doch wie entscheidend ist eigentlich der Sonnenstand für die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage? Und wie kann man durch eine gründliche Standortanalyse sicherstellen, dass die Anlage das Maximum an Solarstrom produziert?

    Wer über eine eigene Solaranlage nachdenkt, steht schnell vor diesen Fragen. Schließlich hängt die Energieausbeute nicht nur von der Modulqualität ab, sondern maßgeblich von Standort, Dachausrichtung, Neigung und Sonnenstand im Jahresverlauf.

    In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit einer professionellen Standortanalyse für Solaranlagen das volle Potenzial deiner Dachfläche ausschöpfst, was der Sonnenstand damit zu tun hat, und welche Tools, Daten und Methoden dir bei der Bewertung helfen.



    Table of Contents

    Toggle
    • 1. Warum eine Standortanalyse für Solaranlagen unverzichtbar ist
      • Die Standortanalyse beantwortet Fragen wie:
    • 2. Sonnenstand und Ertrag – die physikalische Grundlage
      • 2.1. Der Sonnenstand verändert sich täglich und saisonal
    • 3. Wie der Sonnenstand den Standort deiner Solaranlage beeinflusst
      • 3.1. Dachausrichtung und Sonnenstand
      • 3.2. Dachneigung und Sonnenwinkel
    • 4. Wie funktioniert eine professionelle Standortanalyse für Solaranlagen?
      • Die Schritte im Überblick:
    • 5. Regionale Unterschiede: Sonneneinstrahlung in Deutschland
    • 6. Tools und Methoden zur Standortanalyse
      • Die besten Tools:
    • 7. Verschattung und Sonnenstand – ein sensibles Zusammenspiel
      • Typische Verschattungsquellen:
    • 8. Der optimale Sonnenstand für maximale Erträge
      • Sonnenhöhe im Jahresverlauf (Deutschland):
    • 9. Standortanalyse für verschiedene Gebäudetypen
      • a) Schrägdach
      • b) Flachdach
      • c) Fassade
    • 10. Einfluss der Jahreszeiten auf die Solarerträge
    • 11. Wirtschaftlichkeit: Warum die Standortanalyse bares Geld wert ist
      • Beispielrechnung:
    • 12. Häufige Fehler bei der Standortbewertung
    • 13. Der Einfluss von Klimawandel und Wetterextremen
    • 14. Standortanalyse bei Neubauten vs. Bestandsgebäuden
    • 15. Praktische Checkliste für deine Standortanalyse
    • 16. Praxisbeispiel: Standortanalyse in der Realität
    • 17. Fazit: Standortanalyse Solaranlage – der Sonnenstand entscheidet über Erfolg oder Misserfolg
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    1. Warum eine Standortanalyse für Solaranlagen unverzichtbar ist

    Der wichtigste Erfolgsfaktor einer Solaranlage ist ihr Standort. Selbst die besten Module nützen wenig, wenn sie ungünstig montiert werden oder zu wenig Sonnenlicht erreichen.

    Eine gründliche Standortanalyse für Solaranlagen ist daher der erste Schritt in der Planungsphase – sie legt fest, wie effizient deine Anlage arbeitet und wie schnell sie sich amortisiert.

    Die Standortanalyse beantwortet Fragen wie:

    • Wie viele Sonnenstunden gibt es pro Jahr an meinem Standort?
    • Welche Dachflächen sind optimal für die Modulmontage?
    • Gibt es Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser?
    • Wie verändert sich der Sonnenstand im Jahresverlauf?
    • Welche Erträge kann ich realistisch erwarten?

    💡 Fazit: Ohne präzise Standortanalyse riskierst du Fehlplanungen, geringere Erträge und längere Amortisationszeiten. Mit ihr planst du deine Anlage datenbasiert und zukunftssicher.


    2. Sonnenstand und Ertrag – die physikalische Grundlage

    Um zu verstehen, warum der Sonnenstand so wichtig ist, lohnt ein kurzer Blick in die Physik:

    Der Sonnenstand beschreibt die Position der Sonne am Himmel zu einer bestimmten Zeit. Je höher sie steht, desto direkter und intensiver fällt die Strahlung auf die Solarmodule – und desto höher ist der Energieertrag.

    2.1. Der Sonnenstand verändert sich täglich und saisonal

    • Im Sommer steht die Sonne hoch am Himmel, der Einstrahlwinkel ist steiler → hohe Erträge.
    • Im Winter steht sie flacher → geringere Erträge, längere Schatten.
    MonatDurchschnittliche Globalstrahlung (Deutschland)Anteil am Jahresertrag
    Januar25–35 kWh/m²2–3 %
    April100–120 kWh/m²10 %
    Juli160–180 kWh/m²20 %
    Oktober60–80 kWh/m²7 %

    💡 Erkenntnis: Rund 70 % des Jahresertrags entstehen zwischen April und September.


    3. Wie der Sonnenstand den Standort deiner Solaranlage beeinflusst

    Der Sonnenstand wirkt sich direkt auf die Ausrichtung, Neigung und Positionierung deiner Photovoltaikanlage aus.

    3.1. Dachausrichtung und Sonnenstand

    • Südausrichtung: Beste Strahlungswerte, optimal für maximale Jahreserträge.
    • Ost-/West-Ausrichtung: Gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag, ideal bei hohem Eigenverbrauch.
    • Nordausrichtung: Wirtschaftlich nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
    AusrichtungErtragsfaktor (bezogen auf Süd)
    Süd100 %
    Südost / Südwest90–95 %
    Ost / West80–90 %
    Nord60–70 %

    3.2. Dachneigung und Sonnenwinkel

    Die Dachneigung beeinflusst, wie senkrecht das Sonnenlicht auf die Module trifft.
    Optimal sind 25–35°, abhängig von der geografischen Lage.

    💡 Beispiel:

    • In Süddeutschland sind 30–35° ideal.
    • In Norddeutschland reichen 25–30°.

    Flachdächer benötigen Aufständerungen, um den Sonnenstand optimal zu nutzen.


    4. Wie funktioniert eine professionelle Standortanalyse für Solaranlagen?

    Eine Standortanalyse Solaranlage wird meist von Solarteuren oder Planungsbüros durchgeführt. Sie kombiniert geografische, technische und meteorologische Daten, um das Potenzial eines Dachs genau zu bewerten.

    Die Schritte im Überblick:

    1. Erfassung der Standortdaten (Adresse, GPS-Koordinaten, Höhe über NN)
    2. Analyse der Sonneneinstrahlung (Globalstrahlung, Direkt- und Diffuslicht)
    3. Bewertung der Dachgeometrie (Ausrichtung, Neigung, nutzbare Fläche)
    4. Verschattungsanalyse (Hindernisse, Tages- und Jahresverlauf)
    5. Ertragsprognose (kWh pro kWp installierter Leistung)
    6. Empfehlungen für Modulanzahl, Speichergröße und Wechselrichter

    💡 Ergebnis: Du erhältst einen genauen Überblick über die zu erwartenden Erträge – und kannst deine Anlage perfekt auf deinen Standort abstimmen.


    5. Regionale Unterschiede: Sonneneinstrahlung in Deutschland

    Ob deine Solaranlage hohe Erträge bringt, hängt stark von der geografischen Lage ab.

    RegionDurchschnittliche SonneneinstrahlungJahresertrag 1 kWp PV
    Bayern / Baden-Württemberg1.200–1.300 kWh/m²1.100–1.250 kWh
    Rheinland-Pfalz / Hessen1.100–1.200 kWh/m²1.000–1.150 kWh
    NRW / Niedersachsen950–1.050 kWh/m²900–1.000 kWh
    Schleswig-Holstein / Hamburg900–1.000 kWh/m²850–950 kWh

    💡 In Süddeutschland liefert eine gleich große Anlage also bis zu 25 % mehr Strom als im Norden. Eine gute Standortanalyse gleicht diese Unterschiede durch optimale Ausrichtung aus.


    6. Tools und Methoden zur Standortanalyse

    Heute gibt es zahlreiche digitale Tools, mit denen sich die Sonneneinstrahlung und der Sonnenstand genau berechnen lassen.

    Die besten Tools:

    • PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System): Kostenloses EU-Tool für präzise Ertragsprognosen.
    • Google Project Sunroof: Nutzt Satellitenbilder, um das Solarpotenzial deines Daches zu bewerten.
    • Solarkataster (Bundesländer / Kommunen): Regionale Portale zur Bewertung von Dachflächen.
    • Helioscope & Sunny Design: Profi-Software für Fachplaner und Installateure.

    💡 Tipp: Eine Kombination aus Online-Tools und Vor-Ort-Analyse durch den Solarteur liefert die genauesten Ergebnisse.


    7. Verschattung und Sonnenstand – ein sensibles Zusammenspiel

    Schatten ist der größte Feind einer PV-Anlage – besonders in den Monaten mit flachem Sonnenstand.

    Typische Verschattungsquellen:

    • Nachbargebäude
    • Bäume
    • Schornsteine, Gauben, Antennen
    • Geländer oder Dachaufbauten

    Eine Verschattungsanalyse simuliert den Sonnenstand über das Jahr und zeigt, wie sich Schattenzonen verändern.

    💡 Moderne Planungssoftware zeigt Schattenverläufe stunden- und monatsgenau – so können problematische Flächen frühzeitig ausgeschlossen werden.


    8. Der optimale Sonnenstand für maximale Erträge

    Der ideale Sonnenstand hängt von der Jahreszeit und deinem Breitengrad ab.

    Sonnenhöhe im Jahresverlauf (Deutschland):

    MonatSonnenhöhe (Mittag)
    Januar15–20°
    April40–50°
    Juni65–70°
    Oktober35–45°
    Dezember15°

    💡 Optimal ist, wenn die Module im Sommer nicht überstrahlen und im Winter möglichst flach stehen, um auch bei niedrigem Sonnenstand Energie zu erzeugen.

    Eine gute Standortanalyse bezieht diese Schwankungen in die Ertragsberechnung mit ein.


    9. Standortanalyse für verschiedene Gebäudetypen

    Je nach Dachform und Gebäudetyp unterscheidet sich die Herangehensweise an die Standortanalyse.

    a) Schrägdach

    • Meist optimal für PV-Anlagen
    • Richtung und Neigung bereits gegeben
    • Schattenanalyse besonders wichtig

    b) Flachdach

    • Module müssen aufgeständert werden
    • Flexible Ausrichtung möglich (Süd, Ost-West)
    • Wind- und Schneelast beachten

    c) Fassade

    • Ideal für Wintererträge
    • Weniger Gesamtleistung, aber konstanter Ertrag
    • Gut für Kombination mit Dachanlagen

    💡 Fazit: Jedes Dach hat Potenzial – entscheidend ist, dass die Standortanalyse die ideale Ausrichtung findet.


    10. Einfluss der Jahreszeiten auf die Solarerträge

    Eine gut geplante Anlage liefert im Sommer ein Vielfaches des Winterertrags. Trotzdem ist der Winter nicht zu unterschätzen.

    JahreszeitAnteil am JahresertragBesonderheiten
    Frühling25 %hohe Erträge, moderate Temperaturen
    Sommer45 %Maximaler Sonnenstand
    Herbst20 %Geringere Intensität, längere Schatten
    Winter10 %Flacher Sonnenstand, geringere Einstrahlung

    💡 Tipp: Eine leicht steilere Dachneigung (35–40°) verbessert den Ertrag in der Wintersonne und reduziert Schneelasten.


    11. Wirtschaftlichkeit: Warum die Standortanalyse bares Geld wert ist

    Eine präzise Standortanalyse Solaranlage steigert nicht nur den Ertrag, sondern spart langfristig Geld.

    Beispielrechnung:

    VarianteMit StandortanalyseOhne Standortanalyse
    Investition11.000 €11.000 €
    Jahresertrag10.500 kWh8.800 kWh
    Ertrag über 20 Jahre210.000 kWh176.000 kWh
    Stromersparnis52.500 €44.000 €

    💡 Ergebnis: Eine fundierte Standortanalyse bringt bis zu 8.000 € Mehrertrag über die Laufzeit – allein durch bessere Ausrichtung und Winkeloptimierung.


    12. Häufige Fehler bei der Standortbewertung

    1. ❌ Nur Südausrichtung berücksichtigt, Ost-West ignoriert.
    2. ❌ Verschattung im Winter unterschätzt.
    3. ❌ Falscher Dachwinkel → suboptimale Einstrahlung.
    4. ❌ Regionale Klimadaten nicht beachtet.
    5. ❌ Überdimensionierung der Anlage trotz geringer Einstrahlung.

    💡 Lösung: Immer reale Sonnendaten und exakte Dachmessungen in die Planung integrieren.


    13. Der Einfluss von Klimawandel und Wetterextremen

    In den letzten Jahren verändern sich Sonnenstunden und Globalstrahlung messbar.

    • Süddeutschland: Zunahme der Sonnentage um 5–10 % seit 2010
    • Norddeutschland: Mehr wechselhafte Wetterlagen, aber höhere Sommererträge

    💡 Eine gute Standortanalyse nutzt mehrjährige Klimadaten und simuliert Szenarien, um diese Entwicklungen einzubeziehen.


    14. Standortanalyse bei Neubauten vs. Bestandsgebäuden

    Bei Neubauten kann die Dachausrichtung von Anfang an optimiert werden – hier lohnt sich die frühzeitige Einbindung eines Solartechnikers in die Bauplanung.

    Bei Bestandsgebäuden muss man mit den vorhandenen Bedingungen arbeiten – durch präzise Standortanalyse lässt sich aber auch hier das Maximum herausholen.

    KriteriumNeubauBestandsgebäude
    Dachausrichtungfrei planbarvorgegeben
    Neigunganpassbarmeist fix
    Ertragspotenzialmaximalstandortabhängig
    Aufwandgeringerhöher bei Anpassungen

    15. Praktische Checkliste für deine Standortanalyse

    ✅ Sonnenstand und Globalstrahlung für deinen Ort prüfen
    ✅ Dachausrichtung und Neigung erfassen
    ✅ Verschattung im Tages- und Jahresverlauf dokumentieren
    ✅ Regionale Klimadaten (PVGIS / Solarkataster) auswerten
    ✅ Ertragsprognose mit Software erstellen
    ✅ Wirtschaftlichkeit kalkulieren (Eigenverbrauch + Einspeisung)
    ✅ Ergebnisse mit Fachbetrieb besprechen

    💡 Mit dieser Checkliste kannst du die Standortbewertung selbst vorbereiten – die finale Analyse sollte jedoch ein Fachbetrieb übernehmen.


    16. Praxisbeispiel: Standortanalyse in der Realität

    Objekt: Einfamilienhaus in Rheinland-Pfalz
    Dachfläche: 50 m², Südost-Ausrichtung, 30° Neigung

    Analyseergebnis:

    • Sonneneinstrahlung: 1.200 kWh/m² jährlich
    • Verschattung: minimal (nur vormittags im Winter)
    • Empfohlene Anlagengröße: 8 kWp
    • Prognostizierter Jahresertrag: 8.800 kWh
    • Eigenverbrauch: 65 %

    💡 Ergebnis: Optimale Wirtschaftlichkeit mit Amortisation nach 6 Jahren.


    17. Fazit: Standortanalyse Solaranlage – der Sonnenstand entscheidet über Erfolg oder Misserfolg

    Der Sonnenstand ist der Schlüssel zur erfolgreichen Photovoltaikanlage. Eine gründliche Standortanalyse Solaranlage zeigt, wie du das volle Potenzial deiner Dachfläche ausschöpfst – und sie verhindert teure Fehlentscheidungen.

    ✅ Das Wichtigste auf einen Blick:

    • Der Sonnenstand bestimmt den Energieertrag maßgeblich.
    • Standortanalyse bewertet Einstrahlung, Dachgeometrie und Verschattung.
    • Moderne Tools ermöglichen präzise Ertragsprognosen.
    • Eine gute Analyse spart Kosten und steigert die Wirtschaftlichkeit.

    💡 Fazit: Ohne Standortanalyse keine optimale Solaranlage. Wer seine Planung auf realen Sonnen- und Standortdaten aufbaut, erzielt langfristig die besten Erträge – und macht seine Energieversorgung fit für die Zukunft.

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    Florian
    Florian
    • Website

    Florian ist erfahrener Obermonteur für Photovoltaik-Großanlagen bei einem der führenden Solaranbieter in Deutschland. Seit vielen Jahren begleitet er große PV-Projekte von der ersten Baustellenplanung bis zur finalen Inbetriebnahme. Zu seinen Schwerpunkten gehören Freiflächenanlagen, große Industriedächer, komplexe Montagesysteme und leistungsstarke Gewerbeanlagen.

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