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    Startseite » Wie finde ich den besten Standort für Module? – Der komplette Leitfaden für maximale Solarerträge
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    Wie finde ich den besten Standort für Module? – Der komplette Leitfaden für maximale Solarerträge

    FlorianBy Florian7. November 2025Keine Kommentare8 Mins Read
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    Einleitung: Warum der richtige Standort über den Erfolg deiner Solaranlage entscheidet

    Der Traum von sauberem, selbst erzeugtem Solarstrom beginnt mit einer grundlegenden Entscheidung: dem Standort der Solarmodule.
    Egal, ob du deine Anlage auf dem Hausdach, auf einer Garage oder im Garten installieren willst – der Standort deiner PV-Module bestimmt maßgeblich, wie viel Strom du am Ende wirklich erzeugst.

    Ein optimal ausgerichteter Standort kann den Ertrag deiner Photovoltaikanlage um bis zu 30 % erhöhen, während ein schlecht gewählter Platz langfristig zu Ertragsverlusten führt.
    Doch was macht einen guten Standort eigentlich aus? Wie wichtig sind Ausrichtung, Neigung oder Verschattung? Und lohnt sich Solarstrom auch auf einem Norddach?

    In diesem Artikel erfährst du, wie du den besten Standort für deine PV-Module findest, welche Fehler du vermeiden solltest und welche cleveren Lösungen selbst schwierige Dachlagen in produktive Energiequellen verwandeln.


    1. Warum der Standort der Solarmodule so entscheidend ist

    Die Leistung deiner Solaranlage hängt von vielen Faktoren ab – aber keiner ist so einflussreich wie der Standort.

    Warum?
    Weil der Standort bestimmt, wie viel Sonnenlicht tatsächlich auf deine Solarmodule trifft. Und Sonnenlicht ist die einzige Energiequelle, die deine Photovoltaikanlage nutzt.

    Faktoren, die den Ertrag beeinflussen

    • Ausrichtung (Himmelsrichtung)
    • Neigungswinkel der Module
    • Verschattung durch Bäume, Gebäude oder Schornsteine
    • Regionale Sonneneinstrahlung
    • Dachform und Dachfläche
    • Höhe über dem Meeresspiegel und Wetterbedingungen

    💡 Fazit:
    Ein optimaler Standort maximiert den Ertrag, verlängert die Lebensdauer der Anlage und steigert die Wirtschaftlichkeit deutlich.


    2. Die Grundlagen: Wie Solarmodule Sonnenlicht nutzen

    Um den besten Standort zu bestimmen, musst du verstehen, wie Photovoltaik funktioniert.

    Solarmodule wandeln Sonnenstrahlung in elektrische Energie um – je direkter die Sonne auf die Modulfläche trifft, desto höher ist der Wirkungsgrad.
    Daraus ergibt sich: Je nach Sonnenstand und Jahreszeit ändert sich der optimale Winkel.

    In Deutschland steht die Sonne im Sommer hoch und im Winter tief. Daher sollte die Modulfläche so geneigt und ausgerichtet sein, dass sie über das ganze Jahr hinweg möglichst viel Strahlung einfängt.


    3. Der wichtigste Faktor: Die richtige Ausrichtung der PV-Module

    3.1. Südausrichtung – der Klassiker

    Der ideale Standort für Solarmodule ist nach wie vor das Süddach.
    Hier trifft die Sonne über den Tag hinweg am längsten und intensivsten auf die Module.

    • Vorteile:
      • Höchster Gesamtertrag über das Jahr
      • Ideal für Einspeisung ins Stromnetz
      • Optimale Nutzung im Winter
    • Nachteile:
      • Stromproduktion konzentriert sich auf die Mittagszeit
      • Ohne Speicher kann ein Teil des Stroms nicht direkt verbraucht werden

    💡 Tipp:
    Wenn du eine Einspeiseanlage planst, ist die Südausrichtung ideal.
    Für Eigenverbrauchsanlagen kann eine andere Ausrichtung sogar vorteilhafter sein.


    3.2. Ost-West-Ausrichtung – optimal für Eigenverbrauch

    Ein immer beliebterer Standort ist das Ost-West-Dach.
    Hier liegen die Module auf beiden Dachseiten – eine zeigt nach Osten, die andere nach Westen.

    • Vorteile:
      • Gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag
      • Bessere Nutzung des Solarstroms im Haushalt
      • Ideal für Haushalte mit E-Auto oder Wärmepumpe
    • Nachteile:
      • Etwas geringerer Jahresertrag (ca. 5–10 % weniger als Süddach)

    💡 Praxiswert:
    Eine Ost-West-Anlage mit 10 kWp erzeugt rund 9.000–10.000 kWh pro Jahr – fast so viel wie eine Südanlage.

    ➡ Fazit:
    Ost-West-Ausrichtungen sind der beste Kompromiss zwischen Ertrag und Eigenverbrauch.


    3.3. Nordausrichtung – lohnt sich das überhaupt?

    Eine Nordausrichtung gilt als ungünstig, da die Sonne in Deutschland selten im Norden steht.
    Trotzdem kann sie in bestimmten Fällen sinnvoll sein, z. B. bei:

    • Flachdächern mit variabler Aufständerung
    • Fassadenanlagen mit steiler Neigung
    • sehr günstigen Installationskosten

    Ertragseinbußen:
    Je nach Neigung beträgt der Jahresertrag 60–70 % im Vergleich zu einer Südanlage.

    💡 Fazit:
    Nur empfehlenswert, wenn andere Flächen nicht zur Verfügung stehen oder der Eigenverbrauch gering ist.


    4. Der optimale Neigungswinkel für Solarmodule

    Die Neigung (Dachwinkel) beeinflusst, wie stark die Sonne auf die Modulfläche trifft.

    4.1. Ideale Neigung für Deutschland

    RegionOptimaler Winkel
    Norddeutschland30–35°
    Mitteldeutschland30°
    Süddeutschland25–30°

    Ein Winkel zwischen 25 und 35 Grad bietet den besten Kompromiss zwischen Sommer- und Wintererträgen.

    4.2. Einfluss der Dachneigung

    • Flachdach: Aufständerung nötig
    • Schrägdach: Module folgen Dachwinkel
    • Steildach: eventuelle Anpassung über Montagesysteme möglich

    💡 Tipp:
    Eine leicht flachere Neigung (20–25°) kann vorteilhaft sein, wenn du viel Eigenverbrauch am Mittag hast.


    5. Verschattung – der unterschätzte Ertragskiller

    5.1. Warum Schatten so schädlich ist

    Schon ein kleiner Schatten auf einem Modul kann den Ertrag der gesamten Modulreihe reduzieren.
    Ursache: Solarmodule sind in Reihen geschaltet, und der Stromfluss richtet sich nach dem schwächsten Glied.

    5.2. Typische Schattenquellen

    • Bäume und Sträucher
    • Nachbargebäude
    • Schornsteine, Antennen, Dachfenster
    • Strommasten oder Geländer

    5.3. Lösungen gegen Verschattung

    • Optimierer oder Leistungsregler an einzelnen Modulen
    • Moderne Wechselrichter mit Schattenmanagement
    • Anpassung der Modulplatzierung
    • Kürzen oder Entfernen von Bäumen (wo erlaubt)

    💡 Fazit:
    Ein verschattetes Modul kann bis zu 30 % Ertragsverlust verursachen – deshalb sollte der Standort möglichst frei von Schatten sein.


    6. Dacharten und ihre Eignung für PV-Module

    6.1. Schrägdach – der Klassiker

    • Beste Erträge bei Süd- oder Ost-West-Ausrichtung
    • Einfache Montage durch vorhandene Dachneigung
    • Kaum Aufständerung nötig

    Achtung: Dachzustand prüfen – ältere Dächer (über 25 Jahre) sollten vor der Installation saniert werden.


    6.2. Flachdach – flexibel und platzsparend

    • Module werden mit Aufständerungen montiert (15–30° Neigung)
    • Ost-West-Aufstellung möglich für gleichmäßige Erträge
    • Ballastierung statt Dachdurchdringung möglich

    💡 Vorteil:
    Sehr gute Wartungszugänglichkeit und Anpassbarkeit.


    6.3. Fassade – Stromerzeugung und Design

    Fassadenmodule eignen sich besonders:

    • für Gebäude mit wenig Dachfläche
    • bei Südausrichtung mit großem Lichteinfall

    Ertrag: ca. 70–80 % einer Dachanlage – dafür oft optisch ansprechend integriert.


    6.4. Freifläche – maximale Flexibilität

    Wenn keine geeignete Dachfläche vorhanden ist, kann eine Freiflächenanlage sinnvoll sein.

    • Frei wählbarer Neigungswinkel und Ausrichtung
    • Ideal für landwirtschaftliche Flächen oder große Grundstücke
    • Genehmigungspflichtig ab bestimmter Größe

    💡 Tipp:
    Freiflächenanlagen erreichen Erträge von 1.100–1.400 kWh/kWp – besonders in Süddeutschland.


    7. Regionale Unterschiede in der Sonneneinstrahlung

    Die jährliche Sonneneinstrahlung variiert regional deutlich.

    RegionEinstrahlung (kWh/m²/Jahr)Typischer Ertrag (kWh/kWp)
    Bayern / Baden-Württemberg1.200–1.3501.100–1.300
    Rheinland-Pfalz / Hessen1.100–1.2501.000–1.200
    Niedersachsen / NRW1.000–1.150900–1.100
    Schleswig-Holstein / Mecklenburg950–1.050850–1.000

    💡 Fazit:
    Selbst im Norden Deutschlands lassen sich wirtschaftliche PV-Anlagen betreiben – der Unterschied beträgt meist nur 10–15 % im Vergleich zum Süden.


    8. Einfluss der Dachbeschaffenheit auf den Standort

    Nicht jedes Dach ist gleich – folgende Punkte beeinflussen die Eignung:

    KriteriumEmpfehlung
    Dachneigung15–45° optimal
    DachausrichtungSüd, Südost, Südwest oder Ost-West
    DachmaterialZiegel, Blech, Schiefer – alle geeignet bei passender Montage
    DachzustandStabil, dicht, möglichst ohne Sanierungsbedarf
    Dachgrößemind. 25–30 m² für 5 kWp PV-Anlage

    💡 Hinweis:
    Bei Flachdächern ist auf Windlast und Ballastierung zu achten, um Schäden zu vermeiden.


    9. Standortbewertung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Hier erfährst du, wie du deinen Standort selbst bewerten kannst:

    Schritt 1: Himmelsrichtung bestimmen

    Nutze Kompass, App oder Satellitenkarte, um die genaue Dachausrichtung zu ermitteln.

    Schritt 2: Neigungswinkel messen

    Dachneigung mit Winkelmesser oder digitalen Tools bestimmen.

    Schritt 3: Schattenanalyse durchführen

    Überprüfe zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, wo Schatten fällt (z. B. durch Bäume oder Häuser).

    Schritt 4: Dachzustand prüfen

    Fachfirma oder Dachdecker hinzuziehen, um Tragfähigkeit zu prüfen.

    Schritt 5: Ertrag simulieren

    Mithilfe von PV-Simulationssoftware (z. B. PV*SOL oder PVGIS) kannst du den erwarteten Jahresertrag berechnen.


    10. Wie du mit schwierigen Bedingungen umgehst

    Nicht jeder hat das perfekte Süddach. Doch auch bei suboptimalen Bedingungen lässt sich Solarstrom effizient erzeugen.

    Lösungsansätze:

    1. Moduloptimierer für unterschiedliche Verschattung
    2. Mikrowechselrichter für einzelne Module
    3. Flexible Montage auf Carports, Garagen oder Fassaden
    4. Freiflächenlösungen bei unpassendem Dach
    5. Teilweise Installation (z. B. nur Ostseite mit Speicher)

    💡 Praxisbeispiel:
    Ein Ost-West-Dach mit 8 kWp und Speicher kann über das Jahr fast denselben Eigenverbrauchsgrad erreichen wie eine reine Südanlage.


    11. Einfluss des Breitengrads und Sonnenstands

    Je nach geografischer Lage verändert sich der Sonnenwinkel:

    • Süddeutschland: Sonne steht höher – geringere Modulneigung optimal
    • Norddeutschland: flachere Sonne – steilerer Neigungswinkel besser

    Tageslauf der Sonne:
    Im Sommer verläuft der Sonnenbogen hoch und lang – im Winter niedrig und kurz.
    Daher ist eine optimierte Modulneigung entscheidend für gleichmäßigen Jahresertrag.


    12. Standort und Wirtschaftlichkeit – das Zusammenspiel

    Der Standort beeinflusst nicht nur den Ertrag, sondern auch die Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage.

    KriteriumEinfluss auf Wirtschaftlichkeit
    Hohe EinstrahlungMehr Ertrag → schnellere Amortisation
    VerschattungGeringerer Ertrag → längere Laufzeit
    Optimale NeigungGleichmäßige Jahresverteilung
    Ost-West-AusrichtungHöherer Eigenverbrauch, stabiler Stromfluss
    SpeicherintegrationMaximale Nutzung des Solarstroms

    💡 Eine gut geplante PV-Anlage amortisiert sich in Deutschland meist in 8–12 Jahren.


    13. Praxisbeispiel: Standortvergleich einer 10-kWp-Anlage

    Dachausrichtung / NeigungErtrag (kWh/Jahr)Differenz zur Südanlage
    Süd, 30°11.000–
    Ost-West, 25°10.000–9 %
    Südost, 20°10.600–4 %
    Nord, 30°7.000–36 %

    ➡ Selbst kleine Abweichungen von Süden kosten kaum Ertrag – der Mythos vom „perfekten Süddach“ ist also längst überholt.


    14. Umweltfaktoren: Wind, Schnee und Temperatur

    Wind

    Zu starke Windlast kann Module oder Gestelle beschädigen. Daher sind stabile Montagesysteme wichtig, besonders auf Flachdächern und in Küstenregionen.

    Schnee

    Schnee reflektiert Licht und kann kurzfristig sogar die Leistung steigern.
    Wichtig ist nur, dass Schneelasten bei der Statik berücksichtigt werden.

    Temperatur

    Hohe Temperaturen verringern den Wirkungsgrad der Module leicht – etwa 0,4–0,5 % pro Grad Celsius über 25 °C.
    Deshalb sind gut belüftete Montagesysteme vorteilhaft.


    15. Häufige Fehler bei der Standortwahl

    1. Verschattung nicht berücksichtigt
    2. Falscher Neigungswinkel
    3. PV-Anlage zu klein geplant
    4. Dach zu alt oder instabil
    5. Ausrichtung nur auf Sommerertrag optimiert

    💡 Tipp:
    Lass vor der Installation eine Standortanalyse vom Fachbetrieb durchführen – das ist die beste Garantie für optimale Leistung.


    16. Checkliste: Den besten Standort für PV-Module finden

    ✅ KriteriumZielwert / Empfehlung
    AusrichtungSüd oder Ost-West
    Neigung25–35°
    Verschattungmöglichst keine
    Dachzustandstabil, trocken, wartungsarm
    Dachflächemindestens 25 m²
    DachmaterialZiegel, Blech, Beton geeignet
    Ertrag> 900 kWh/kWp im Jahr
    Speicheroptional für Eigenverbrauch
    StandortRegion mit > 1.000 kWh/m² Strahlung

    Fazit: Wie finde ich den besten Standort für Module?

    Der beste Standort für PV-Module ist immer der, der möglichst viel Sonnenlicht einfängt und wenig Verschattung bietet.
    Dabei kommt es nicht nur auf die perfekte Südausrichtung an – auch Ost-West-Systeme, Flachdächer oder Fassaden können hohe Erträge liefern, wenn sie richtig geplant werden.

    Wichtige Erkenntnisse:

    • Ideale Ausrichtung: Süd oder Ost-West
    • Optimaler Neigungswinkel: 25–35 Grad
    • Keine oder minimale Verschattung
    • Stabiler Dachzustand und gute Belüftung
    • Planung mit Ertragsanalyse oder Fachbetrieb

    💡 Fazit in einem Satz:
    Wer den besten Standort für seine Solarmodule sorgfältig auswählt, legt den Grundstein für maximale Effizienz, hohe Rendite und jahrzehntelange Energieunabhängigkeit.

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    Florian
    Florian
    • Website

    Florian ist erfahrener Obermonteur für Photovoltaik-Großanlagen bei einem der führenden Solaranbieter in Deutschland. Seit vielen Jahren begleitet er große PV-Projekte von der ersten Baustellenplanung bis zur finalen Inbetriebnahme. Zu seinen Schwerpunkten gehören Freiflächenanlagen, große Industriedächer, komplexe Montagesysteme und leistungsstarke Gewerbeanlagen.

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