Die Sonne liefert uns jeden Tag kostenlos Energie – und Photovoltaikanlagen machen es möglich, diese Energie effektiv zu nutzen. Doch auch wenn die Preise für Solartechnik in den letzten Jahren stark gesunken sind, ist die Anschaffung einer PV-Anlage nach wie vor eine Investition, die gut geplant werden sollte.
In Nordrhein-Westfalen (NRW) unterstützt das Land die Energiewende aktiv mit attraktiven Förderprogrammen für Photovoltaik. Von Zuschüssen über günstige Kredite bis hin zu steuerlichen Vorteilen – wer sich heute informiert, kann seine Anlage deutlich günstiger realisieren.
In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir dir alle aktuellen Förderprogramme in NRW für Photovoltaik, welche Fördermittel kombiniert werden können und wie du Schritt für Schritt zur optimalen Förderung kommst.
Inhalt
- Warum Photovoltaik in NRW 2025 so stark gefördert wird
- Welche Arten von Photovoltaik-Förderungen gibt es in NRW?
- Landesweite Förderprogramme in NRW für Photovoltaik 2025
- Progress.NRW – Das zentrale Förderprogramm des Landes
- Förderung für PV-Speicher und Eigenverbrauch in NRW
- Kommunale Photovoltaik-Förderungen in NRW – Städte und Gemeinden helfen mit
- Bundesweite Förderungen, die in NRW gelten
- Photovoltaik für Unternehmen – spezielle Förderungen in NRW
- Förderung für Balkon-Solaranlagen und Mieterstromprojekte
- Kombinationsmöglichkeiten von Landes- und Bundesförderung
- Steuerliche Vorteile für PV-Anlagen in NRW
- Praxisbeispiele: So profitieren Haushalte und Betriebe in NRW
- Schritt-für-Schritt-Anleitung: So beantragst du deine Photovoltaik-Förderung
- Zukunftsausblick: Die Rolle der Solarenergie in NRW bis 2030
- Fazit: Förderprogramme in NRW für Photovoltaik richtig nutzen
Warum Photovoltaik in NRW 2025 so stark gefördert wird
Nordrhein-Westfalen ist eines der bevölkerungsreichsten und energieintensivsten Bundesländer Deutschlands. Entsprechend groß ist der Einfluss auf die bundesweiten Klimaziele.
Mit der NRW-Energieversorgungsstrategie 2030 verfolgt das Land ehrgeizige Pläne: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf über 50 % steigen – und Photovoltaik spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ziele des Landes NRW:
- Ausbau der installierten PV-Leistung auf über 20 Gigawatt bis 2030
- Förderung von Eigenverbrauch und dezentraler Stromerzeugung
- Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen beim Umstieg
- Integration von E-Mobilität und Speicherlösungen
Deshalb stellt NRW auch 2025 mehrere Millionen Euro an Fördermitteln bereit, um private, gewerbliche und kommunale PV-Projekte zu unterstützen.
Welche Arten von Photovoltaik-Förderungen gibt es in NRW?
Die Förderlandschaft für Solaranlagen lässt sich in drei Hauptkategorien gliedern:
| Förderart | Beschreibung | Beispielprogramme |
|---|---|---|
| Direkte Zuschüsse | Geldzuschüsse für PV-Anlagen, Speicher oder Mieterstrom | Progress.NRW, kommunale Förderungen |
| Kredite & Darlehen | Zinsgünstige Finanzierung über öffentliche Banken | KfW-Programm 270, NRW.BANK.Effizienzkredit |
| Indirekte Förderung | Steuerliche Vorteile, Einspeisevergütung, 0%-Mehrwertsteuer | EEG 2023, Einkommensteuerbefreiung |
Viele dieser Programme lassen sich kombinieren, um die Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage weiter zu steigern.
Landesweite Förderprogramme in NRW für Photovoltaik 2025
Das wichtigste Förderinstrument des Landes ist das Programm Progress.NRW – Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen.
Neben Progress.NRW existieren auch regionale Förderinitiativen und Projekttöpfe für Speicher, Mieterstrom und Solarstrom auf öffentlichen Gebäuden.
Progress.NRW – Das zentrale Förderprogramm des Landes
Überblick
Progress.NRW ist das zentrale Förderprogramm in NRW für erneuerbare Energien. Es wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE) verwaltet.
Das Programm fördert:
- Photovoltaikanlagen auf Wohn- und Nichtwohngebäuden
- Stromspeicher zur Eigenverbrauchsoptimierung
- Ladestationen für Elektrofahrzeuge
- Innovative Solarstromprojekte (z. B. Mieterstrom, Agri-PV)
Förderhöhe (Stand 2025)
| Maßnahme | Förderbetrag |
|---|---|
| PV-Anlage bis 30 kWp | bis zu 200 €/kWp |
| PV-Anlage über 30 kWp | bis zu 100 €/kWp |
| Batteriespeicher | 150 €/kWh (max. 3.000 €) |
| Kombination PV + Speicher | bis zu 5.000 € Gesamtförderung |
| Mieterstromprojekte | bis zu 20 % der Investitionskosten |
Wichtig: Förderanträge müssen vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
Voraussetzungen:
- Standort in Nordrhein-Westfalen
- Fachgerechte Installation durch einen qualifizierten Betrieb
- Nachweis über Eigenverbrauch oder Netzeinspeisung
- Kein gleichzeitiger Zuschuss aus anderen Landesprogrammen
Förderung für PV-Speicher und Eigenverbrauch in NRW
Einer der Schwerpunkte der Photovoltaik-Förderung in NRW liegt auf der Speicherförderung.
Batteriespeicher erhöhen den Eigenverbrauchsanteil und entlasten das Stromnetz – ein zentrales Ziel des Landes.
Förderfähige Komponenten:
- Lithium-Ionen- oder Salzbatteriespeicher
- Intelligente Steuerung (Energiemanagementsystem)
- Kombination mit neuer oder bestehender PV-Anlage
Typische Förderung:
- 150 € pro kWh nutzbarer Speicherkapazität
- Bonus von 500 € bei Kombination mit Ladepunkt für E-Autos
- Förderhöchstbetrag: 3.000 €
Damit können sich die Investitionskosten für Speicherlösungen um bis zu 20 % reduzieren – ein starker Anreiz für Haushalte, den Eigenverbrauch zu maximieren.
Kommunale Photovoltaik-Förderungen in NRW – Städte und Gemeinden helfen mit
Neben dem Landesprogramm Progress.NRW fördern zahlreiche Städte und Gemeinden eigene Solarinitiativen.
Diese kommunalen Zuschüsse sind oft zusätzlich zur Landesförderung nutzbar.
Beispiele kommunaler Photovoltaik-Förderung in NRW (Stand 2025)
| Stadt / Kommune | Förderung | Bedingungen |
|---|---|---|
| Köln | 150 €/kWp (bis 30 kWp) | Kombination mit Speicher möglich |
| Düsseldorf | 200 €/kWp für PV-Anlagen + 300 € für Speicher | Antrag vor Kauf notwendig |
| Münster | 250 € Zuschuss für Balkonmodule | Privatnutzer |
| Dortmund | 10 % der Investitionskosten (max. 2.000 €) | Nur Wohngebäude |
| Bonn | 100 €/kWp + 500 € für Speicher | Fördertopf begrenzt |
Tipp: Kommunale Programme werden meist jährlich neu aufgelegt, daher lohnt sich ein Blick auf die Website der jeweiligen Stadtverwaltung.
Bundesweite Förderungen, die in NRW gelten
Zusätzlich zur Landesförderung können Bürgerinnen und Bürger in NRW auf die bundesweiten Photovoltaik-Förderungen zugreifen.
1. Einspeisevergütung nach EEG 2023
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert eine feste Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde Solarstrom über 20 Jahre.
| Anlagengröße | Volleinspeisung (ct/kWh) | Teileinspeisung (ct/kWh) |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 13,0 | 8,1 |
| 10–40 kWp | 10,9 | 7,3 |
2. KfW-Förderprogramm 270
- Zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen und Speicher
- Finanzierung bis zu 100 % der Investitionskosten
- Flexible Laufzeiten und tilgungsfreie Anlaufjahre
3. Steuerliche Entlastung
Seit 2023 gilt:
- 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Installation
- Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp
Diese Regelungen gelten auch 2025 und machen den Betrieb einer Solaranlage besonders attraktiv.
Photovoltaik für Unternehmen – spezielle Förderungen in NRW
Auch Betriebe und landwirtschaftliche Unternehmen profitieren von den NRW-Förderprogrammen.
Förderfähige Projekte:
- Dach- und Freiflächenanlagen ab 30 kWp
- PV-Systeme zur Eigenstromversorgung
- Speicherlösungen für Lastspitzenmanagement
- Mieterstrommodelle in Gewerbeimmobilien
Förderhöhe:
- Zuschüsse bis zu 20 % der Investitionskosten
- Kombination mit KfW-Kredit möglich
- Zusatzförderung für Agri-PV-Projekte in Planung
Unternehmen, die eigene PV-Stromproduktion nutzen, senken nicht nur Energiekosten, sondern steigern ihre CO₂-Bilanz und Wettbewerbsfähigkeit.
Förderung für Balkon-Solaranlagen und Mieterstromprojekte
Auch kleinere Lösungen wie Balkon-Solaranlagen oder gemeinschaftliche Mieterstrommodelle werden zunehmend gefördert.
Balkonmodule:
- Zuschüsse zwischen 100 € und 400 € je nach Stadt (z. B. Münster, Bonn, Bielefeld)
- Keine Baugenehmigung erforderlich
- Ideal für Mieter oder Wohnungseigentümer
Mieterstrom:
- Förderung über Progress.NRW und EEG-Zuschlag
- Bonus für gemeinschaftliche Energieprojekte
- Attraktiv für Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümergemeinschaften
So profitieren auch Mieter und kleinere Haushalte von der Energiewende in NRW.
Kombinationsmöglichkeiten von Landes- und Bundesförderung
Viele Förderprogramme können miteinander kombiniert werden, solange keine doppelte Förderung derselben Maßnahme erfolgt.
Beispiel für erlaubte Kombination:
- Progress.NRW-Zuschuss (Land)
- KfW-Kredit 270 (Bund)
- EEG-Einspeisevergütung
Nicht kombinierbar:
- Zwei Zuschüsse für denselben Batteriespeicher
- Landeszuschuss + kommunaler Zuschuss ohne Differenzierung
Tipp: Die Kombination von Zuschuss + Kredit ist meist die wirtschaftlichste Lösung.
Steuerliche Vorteile für PV-Anlagen in NRW
Auch steuerlich bietet der Bund erhebliche Vorteile, die indirekt Teil der Photovoltaik-Förderung in NRW sind:
- 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Kauf und Installation
- Einkommensteuerfreiheit für Anlagen bis 30 kWp
- Abschreibung (AfA) für größere Anlagen über 30 kWp
- Befreiung von der Gewerbesteuer für private Betreiber
Diese Regelungen machen den Betrieb von Photovoltaikanlagen bürokratiefrei und profitabel.
Praxisbeispiele: So profitieren Haushalte und Betriebe in NRW
Beispiel 1: Privathaushalt in Düsseldorf
- 9 kWp-Anlage + 8 kWh Speicher
- Förderung: Progress.NRW (2.000 €) + Stadtzuschuss (500 €)
- Einspeisevergütung: 8,1 ct/kWh
→ Ersparnis: über 2.500 € Investitionskosten
Beispiel 2: Mittelständisches Unternehmen in Bielefeld
- 50 kWp-Dachanlage
- Förderung: Progress.NRW 10 % Zuschuss + KfW-Kredit 270
→ Rendite nach 7 Jahren, jährliche Stromersparnis: 12.000 €
Beispiel 3: Mieter in Münster
- 600 W-Balkonmodul
- Stadtzuschuss: 250 €
→ Amortisation nach 3 Jahren
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So beantragst du deine Photovoltaik-Förderung
- Förderprogramme prüfen: Welche Förderungen (Land, Bund, Kommune) gelten für dich?
- Angebote einholen: Nur Fachbetriebe sind förderfähig.
- Antrag vor Auftragsvergabe stellen!
- Benötigte Unterlagen: Kostenvoranschlag, technische Daten, Lageplan.
- Förderbescheid abwarten.
- Installation durchführen lassen.
- Nachweise einreichen und Auszahlung beantragen.
Tipp: Frühzeitig beantragen – viele Fördertöpfe sind begrenzt und werden nach Eingang vergeben.
Zukunftsausblick: Die Rolle der Solarenergie in NRW bis 2030
Bis 2030 will NRW seine installierte PV-Leistung mehr als verdoppeln.
Die Landesregierung plant, den Ausbau durch folgende Maßnahmen weiter zu beschleunigen:
- Ausbau des Progress.NRW-Programms
- Einführung neuer Fördermodule für Solarcarports und Agri-PV
- Verpflichtende PV-Anlagen bei Neubauten öffentlicher Gebäude
- Kombination mit Wärmepumpen- und E-Mobilitätsförderung
NRW wird damit eine führende Rolle in der deutschen Solarpolitik einnehmen.
Fazit: Förderprogramme in NRW für Photovoltaik richtig nutzen
Die Förderprogramme in NRW für Photovoltaik machen den Einstieg in Solarenergie so attraktiv wie nie zuvor.
Mit Zuschüssen aus dem Progress.NRW-Programm, kommunalen Förderungen, KfW-Krediten und steuerlichen Vorteilen können Hausbesitzer und Unternehmen ihre Investitionskosten erheblich senken.
Wer die Programme richtig kombiniert, kann mehrere Tausend Euro sparen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen leisten.
Zusammengefasst:
- Landesförderung: Progress.NRW (bis 5.000 € Zuschuss möglich)
- Kommunale Förderung: 100–500 € zusätzlich
- Bundesförderung: Einspeisevergütung + KfW-Kredit
- Steuerlich: 0 % MwSt und Einkommensteuerbefreiung
👉 Fazit in einem Satz:
Mit der richtigen Nutzung der Förderprogramme in NRW für Photovoltaik wird Solarstrom 2025 nicht nur umweltfreundlich, sondern auch finanziell höchst rentabel.
PRODUCT_NAME
Kurz-USP
Beschreibung
Jetzt bei Amazon ansehen

