Einleitung: Warum die Einspeisevergütung 2026 so wichtig ist
Photovoltaikanlagen sind längst ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Immer mehr Haushalte und Unternehmen investieren in Solarenergie, um unabhängig von steigenden Strompreisen zu werden und aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Doch neben der eigenen Stromnutzung spielt ein Aspekt eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage: die Einspeisevergütung.
Im Jahr 2026 wird sie erneut angepasst – und viele zukünftige Betreiber fragen sich:
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026? Welche Tarife gelten für neue Anlagen? Und lohnt sich der Einstieg weiterhin?
In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du alles rund um die Einspeisevergütung 2026, ihre Entwicklung, die aktuellen Tarife und die entscheidenden Faktoren, die deine Rendite beeinflussen. Außerdem zeigen wir dir, wie du deine Solaranlage so planst, dass du langfristig von stabilen Erträgen profitierst.
1. Was ist die Einspeisevergütung überhaupt?
Die Einspeisevergütung ist eine gesetzlich festgelegte Zahlung, die Betreiber von Photovoltaikanlagen für den in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom erhalten.
Sie wurde erstmals im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 eingeführt. Ziel war es, Investitionen in erneuerbare Energien attraktiver zu machen und die Nutzung von Solarenergie zu fördern.
💡 Kurz erklärt:
Wenn du mit deiner Solaranlage mehr Strom produzierst, als du selbst verbrauchst, wird dieser Überschuss automatisch ins Stromnetz eingespeist. Der Netzbetreiber bezahlt dir dafür einen festen Preis pro Kilowattstunde (kWh) – das ist die Einspeisevergütung.
2. Gesetzliche Grundlage: Das EEG 2023 und seine Fortschreibung bis 2026
Die Höhe der Einspeisevergütung 2026 richtet sich nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in seiner aktuellen Fassung. Seit dem EEG 2023 hat der Gesetzgeber mehrere grundlegende Änderungen vorgenommen, die auch 2026 noch gelten werden.
Wichtige Eckpunkte des EEG für PV-Anlagen:
- Vergütungssätze werden monatlich angepasst (sogenannte Degression).
- Es gibt zwei Vergütungsmodelle:
- Volleinspeisung: Der gesamte erzeugte Strom wird verkauft.
- Teileinspeisung (Eigenverbrauch): Nur der überschüssige Strom wird eingespeist.
- Die Vergütungshöhe hängt von der Anlagengröße und dem Inbetriebnahmedatum ab.
- Für jede Anlage gilt der Vergütungssatz 20 Jahre lang, gerechnet ab Inbetriebnahme.
💡 Das bedeutet: Wer 2026 eine Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich die Tarife des Jahres 2026 für die nächsten 20 Jahre.
3. Entwicklung der Einspeisevergütung in den letzten Jahren
Die Einspeisevergütung hat sich im Laufe der Jahre deutlich verändert – von hohen Tarifen in den 2000er-Jahren hin zu moderaten, marktnahen Vergütungen heute.
| Jahr | Volleinspeisung bis 10 kWp | Teileinspeisung bis 10 kWp | EEG-Version |
|---|---|---|---|
| 2004 | ca. 57 Cent/kWh | – | EEG 2004 |
| 2010 | ca. 39 Cent/kWh | – | EEG 2009 |
| 2015 | ca. 12 Cent/kWh | – | EEG 2014 |
| 2020 | ca. 9 Cent/kWh | ca. 7,5 Cent/kWh | EEG 2017 |
| 2023 | ca. 13 Cent/kWh | ca. 8,2 Cent/kWh | EEG 2023 |
| 2024 | ca. 12,9 Cent/kWh | ca. 8,0 Cent/kWh | EEG 2023 (angepasst) |
Die Entwicklung zeigt: Die Vergütungssätze sinken langfristig – gleichzeitig sind die Anschaffungskosten für PV-Anlagen stark gefallen. Dadurch bleibt die Rendite trotz geringerer Vergütung stabil oder sogar steigend.
4. Prognose: Einspeisevergütung 2026 – aktuelle Einschätzungen und Trends
Auch für 2026 werden die Tarife auf Basis der monatlichen Degression weiter angepasst. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Solarstrom stärker marktbasiert zu vergüten, aber dennoch attraktiv zu halten.
Prognose der Einspeisevergütung 2026 (Schätzung auf Basis aktueller Daten):
| Anlagengröße | Volleinspeisung (pro kWh) | Teileinspeisung / Überschuss (pro kWh) |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | ca. 12,4 Cent | ca. 7,6 Cent |
| 10–40 kWp | ca. 10,9 Cent | ca. 7,4 Cent |
| 40–100 kWp | ca. 9,2 Cent | ca. 6,8 Cent |
(Stand: Prognose für Anfang 2026, basierend auf Degressionswerten des EEG 2023)
💡 Hinweis: Diese Werte sind Schätzungen – die tatsächlichen Tarife werden von der Bundesnetzagentur regelmäßig veröffentlicht und können leicht abweichen.
5. Wie wird die Einspeisevergütung 2026 berechnet?
Die Berechnung der Vergütung erfolgt nach einem festen Schema:
Je nach Inbetriebnahmedatum und Anlagengröße legt die Bundesnetzagentur die Tarife fest.
Die monatliche Degression beträgt aktuell 0,4 %, kann aber durch politische Anpassungen verändert oder ausgesetzt werden, wenn die Ausbauziele verfehlt werden.
Beispiel:
- Januar 2025: 8,20 Cent/kWh
- Januar 2026: 8,20 × (1 – 0,004 × 12) = 7,81 Cent/kWh
6. Volleinspeisung vs. Teileinspeisung – was lohnt sich 2026 mehr?
Das EEG unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Modellen:
a) Volleinspeisung
- Der gesamte erzeugte Solarstrom wird ins Netz eingespeist.
- Du erhältst dafür die höchste Einspeisevergütung.
- Kein Eigenverbrauch – du beziehst deinen Strom weiterhin vom Versorger.
💡 Vorteil: Höchste Vergütung pro kWh.
💡 Nachteil: Kein Eigenverbrauch, höhere Abhängigkeit vom Strompreis.
b) Teileinspeisung (Eigenverbrauchsmodell)
- Du nutzt den selbst erzeugten Strom vorrangig im Haushalt.
- Nur der Überschuss wird eingespeist.
- Du erhältst eine geringere Einspeisevergütung, sparst aber durch weniger Netzbezug.
💡 Vorteil: Stromkostenersparnis von bis zu 35 Cent/kWh (je nach Tarif).
💡 Nachteil: Geringere Einspeisevergütung für den Überschuss.
7. Rechenbeispiel: Was bringt die Einspeisevergütung 2026 finanziell?
| Parameter | Volleinspeisung | Teileinspeisung (Eigenverbrauch) |
|---|---|---|
| Anlagengröße | 10 kWp | 10 kWp |
| Jahresertrag | 9.500 kWh | 9.500 kWh |
| Eigenverbrauch | 0 % | 35 % |
| Einspeisung | 100 % | 65 % |
| Vergütungssatz | 12,4 Cent | 7,6 Cent |
| Strompreis (Netzbezug) | 0,35 €/kWh | 0,35 €/kWh |
| Jahreseinnahmen | 1.178 € | 470 € Einspeisung + 1.162 € Stromersparnis = 1.632 € |
➡ Fazit: Eigenverbrauch bringt meist die höhere Gesamtrendite – trotz niedrigerer Vergütungssätze.
8. Wie lange gilt die Einspeisevergütung 2026?
Jede neu in Betrieb genommene Anlage erhält für 20 Jahre + Inbetriebnahmejahr denselben Tarif.
Beispiel:
Anlage in Betrieb genommen am 10. Februar 2026 → Vergütung gilt bis 31. Dezember 2046.
💡 Das bedeutet: Du sicherst dir langfristig stabile Einnahmen – unabhängig von späteren Tarifänderungen.
9. Einflussfaktoren auf die Einspeisevergütung
Mehrere Faktoren bestimmen die endgültige Höhe und Wirkung der Einspeisevergütung:
| Faktor | Einfluss |
|---|---|
| Inbetriebnahmedatum | Bestimmt den fixen Vergütungssatz für 20 Jahre |
| Anlagengröße | Je größer die Anlage, desto niedriger die Vergütung pro kWh |
| Standort | Südausrichtung und hohe Sonneneinstrahlung erhöhen Ertrag |
| Eigenverbrauchsanteil | Beeinflusst Wirtschaftlichkeit, nicht Vergütungssatz |
| Technische Ausstattung | Wechselrichter- und Modulqualität steigern Effizienz |
10. Was passiert nach Ablauf der Einspeisevergütung?
Nach 20 Jahren endet die gesetzlich garantierte Vergütung – die Anlage kann aber weiterhin betrieben werden.
Optionen nach Ablauf:
- Eigenverbrauch: Strom selbst nutzen und Stromkosten sparen.
- Stromverkauf über Direktvermarktung: An Stromhändler oder regionale Anbieter.
- Repowering: Alte Module durch neue, effizientere ersetzen.
- Batteriespeicher nachrüsten: Erhöht Eigenverbrauchsanteil.
💡 Ältere Anlagen aus den 2000er-Jahren zeigen: Auch nach Ablauf der Förderung bleiben PV-Anlagen wirtschaftlich – da sie meist noch viele Jahre zuverlässig Strom liefern.
11. Warum die Einspeisevergütung 2026 noch attraktiv bleibt
Trotz sinkender Vergütungssätze bleibt Solarenergie rentabel – aus mehreren Gründen:
✅ Sinkende Anschaffungskosten:
Die Preise für Module und Speicher sind in den letzten Jahren massiv gefallen.
✅ Hohe Strompreise:
Selbst verbrauchter Solarstrom spart aktuell bis zu 35–40 Cent/kWh.
✅ Nullsteuersatz für PV-Anlagen (§ 12 Abs. 3 UStG):
Seit 2023 keine Mehrwertsteuer mehr auf Kauf und Installation – das reduziert die Investitionskosten erheblich.
✅ Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 72 EStG:
Private Anlagen bis 30 kWp sind von der Einkommensteuer befreit – das erhöht die Netto-Rendite.
12. Einspeisevergütung für gewerbliche Anlagen 2026
Für gewerbliche Anlagen über 100 kWp gelten spezielle Regelungen. Hier erfolgt die Vergütung meist über Direktvermarktung.
| Anlagengröße | Vergütungssystem | Vergütung 2026 (geschätzt) |
|---|---|---|
| bis 100 kWp | feste EEG-Vergütung | ca. 9 Cent/kWh |
| 100–750 kWp | verpflichtende Direktvermarktung | Marktpreis (ca. 7–8 Cent/kWh) |
| >750 kWp | Ausschreibungspflicht | individuell, meist 6–7 Cent/kWh |
💡 Für große Anlagen lohnt sich die Direktvermarktung – Betreiber können durch geschickte Stromverkäufe höhere Einnahmen erzielen.
13. Tipps zur Maximierung deiner Einnahmen 2026
1. Eigenverbrauch optimieren
Je mehr Strom du selbst nutzt, desto höher deine Gesamtrendite.
→ Nutze Strom dann, wenn die Sonne scheint (z. B. mit intelligenten Verbrauchssteuerungen).
2. Speicher einbauen
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 70 %.
→ Strom abends oder nachts nutzen, statt ins Netz zu speisen.
3. Kombination mit Wärmepumpe oder E-Auto
PV-Strom kann auch für Heizung und Mobilität genutzt werden – das senkt Energiekosten drastisch.
4. Richtige Anlagenplanung
Optimaler Neigungswinkel, Südausrichtung und hochwertige Module steigern den Ertrag um bis zu 15 %.
5. Steuerliche Vorteile nutzen
Privatbetreiber profitieren seit 2023 von umfassender Steuerfreiheit – Gewerbetreibende von Abschreibungen (§ 7 EStG).
14. Beispiel: Wirtschaftlichkeitsrechnung einer PV-Anlage 2026
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Anlagengröße | 10 kWp |
| Anschaffungskosten | 13.000 € (netto) |
| Stromproduktion | 9.500 kWh/Jahr |
| Eigenverbrauch | 35 % |
| Strompreis | 0,35 €/kWh |
| Einspeisevergütung 2026 | 7,6 Cent/kWh |
| Einnahmen aus Einspeisung | 469 € |
| Ersparnis durch Eigenverbrauch | 1.162 € |
| Gesamtertrag pro Jahr | 1.631 € |
| Amortisationszeit | ca. 8 Jahre |
➡ Danach produziert die Anlage kostenlosen Strom und bringt über 10.000 € Überschuss über die Laufzeit.
15. Zukunft der Einspeisevergütung – was Experten erwarten
Experten rechnen damit, dass die Einspeisevergütung bis 2030 weiter moderat sinkt, während Eigenverbrauch und Speicherintegration wichtiger werden.
Trend 1: Eigenverbrauch wird zum Standardmodell
Trend 2: Speicherpreise fallen weiter – höhere Autarkiegrade möglich
Trend 3: Direktvermarktung gewinnt bei großen Anlagen an Bedeutung
Trend 4: Staatliche Förderung verschiebt sich von Vergütung hin zu Investitionszuschüssen
16. Häufige Fragen zur Einspeisevergütung 2026
1. Wie lange gilt meine Einspeisevergütung?
→ 20 Jahre ab Inbetriebnahme + Rest des Inbetriebnahmejahres.
2. Wer zahlt mir die Einspeisevergütung aus?
→ Dein örtlicher Netzbetreiber, meist monatlich oder jährlich.
3. Muss ich Steuern auf die Vergütung zahlen?
→ Private Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG).
4. Wie wird der Eigenverbrauch steuerlich behandelt?
→ Seit 2023 steuerfrei, keine Versteuerung der Eigenentnahme nötig.
5. Was passiert, wenn die Tarife weiter sinken?
→ Dein Tarif bleibt 20 Jahre fix – unabhängig von zukünftigen Änderungen.
17. Fazit: Einspeisevergütung 2026 – stabile Tarife, gute Aussichten
Die Einspeisevergütung 2026 bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Baustein für die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen. Zwar sinken die Vergütungssätze leicht, doch die Kombination aus steuerlichen Vorteilen, hohen Strompreisen und fallenden Anschaffungskosten macht den Solarstrom weiterhin hochprofitabel.
Das Wichtigste im Überblick:
- Die Tarife liegen 2026 voraussichtlich zwischen 7,6 und 12,4 Cent/kWh.
- Sie gelten 20 Jahre lang ab Inbetriebnahme.
- Private Anlagen bis 30 kWp profitieren von voller Steuerfreiheit.
- Eigenverbrauch bleibt der größte Renditefaktor – mit Batteriespeicher noch effektiver.
💡 Fazit in einem Satz:
Die Einspeisevergütung 2026 sorgt auch weiterhin für Planungssicherheit und stabile Einnahmen – und macht die Investition in Solarenergie zu einer der besten Entscheidungen für Klima, Geldbeutel und Zukunft.
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