Die Energiewende schreitet schnell voran – und kaum ein Bereich bietet aktuell so viel Potenzial wie Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern. Doch viele Eigentümer, Vermieter oder WEGs stehen vor denselben Fragen: Wie kann ich PV für Mehrfamilienhäuser planen? Welche gesetzlichen Vorgaben gelten? Welche Modelle der Stromverteilung sind sinnvoll? Lohnt sich die Investition für alle Beteiligten?
Genau diese Fragen beantwortet dieser Leitfaden. Du erfährst Schritt für Schritt, wie die Planung einer PV-Anlage für Mehrfamilienhäuser funktioniert, welche technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wichtig sind und wie du ein Photovoltaik-Projekt erfolgreich umsetzt – egal ob als Vermieter, Wohnungseigentümergemeinschaft oder professioneller Projektentwickler.
Das Haupt-Keyword „PV für Mehrfamilienhäuser planen“ wird dabei konsequent, aber natürlich in Text, Überschriften und Fazit eingebunden. Ergänzend findest du zahlreiche Nebenkeywords wie Mieterstrom, PV-Planung, Dachflächenanalyse, Solaranlage für MFH, Wirtschaftlichkeit Photovoltaik, EEG, Messkonzept, Abrechnungssysteme, Lastprofile, Energiegemeinschaft und viele mehr.
1. Warum PV für Mehrfamilienhäuser planen? – Ein Einstieg in die Chancen der Photovoltaik für Vermieter & Bewohner
Noch immer liegt der Photovoltaik-Anteil auf Mehrfamilienhäusern deutlich hinter dem Potenzial. Während Einfamilienhäuser zunehmend auf Solarstrom setzen, bleiben MFH-Dächer häufig ungenutzt. Dabei bieten sie enorme Vorteile:
- Stromkosten senken – für Eigentümer und Mieter
- Immobilienwert steigern durch moderne Energieversorgung
- Attraktivität der Wohnungen erhöhen
- CO₂-Emissionen reduzieren und Nachhaltigkeit steigern
- Neue Einnahmequelle durch Mieterstrommodelle
Die Planung von PV für Mehrfamilienhäuser lohnt sich also in vielerlei Hinsicht – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich.
Doch bevor die Anlage gebaut werden kann, beginnt alles mit der richtigen Vorbereitung, Analyse und Konzeption.
2. Schritt 1: Grundanalyse – Was braucht man, um PV für Mehrfamilienhäuser zu planen?
Die Planung einer Photovoltaikanlage für ein Mehrfamilienhaus beginnt immer mit einer gründlichen Bestandsaufnahme. Folgende Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle:
2.1 Dachanalyse – Die wichtigste Grundlage
Eine der Kernfragen lautet: Ist das Dach für eine PV-Anlage geeignet?
Zu prüfen sind:
| Kriterium | Erklärung |
|---|---|
| Dachfläche | Mindestfläche ca. 50 m² für sinnvolle Leistung, ideal größer |
| Ausrichtung | Süd ist optimal, Ost/West ebenfalls hervorragend geeignet |
| Neigung | Ideal 25–40°, andere Winkel möglich mit optimierter Unterkonstruktion |
| Statik | Tragfähigkeit muss PV-Last + Schneelast + Windsog aushalten |
| Verschattung | Kamine, Gauben, Nachbargebäude oder Bäume können Erträge mindern |
| Zugänglichkeit | Wartung und Installation müssen problemlos möglich sein |
Eine statische Prüfung ist Pflicht. Moderne PV-Module sind leichter als früher, jedoch muss das Dach die Last dauerhaft tragen können.
2.2 Stromverbrauch & Lastprofile der Bewohner analysieren
Um PV für Mehrfamilienhäuser optimal zu planen, benötigt man Informationen über:
- durchschnittlichen Jahresverbrauch aller Wohneinheiten
- Haushaltsgrößen
- Tageslastprofile (wann wird wie viel Strom verbraucht?)
- gemeinsame Verbraucher im Haus (z. B. Treppenhauslicht, Heizungsanlage, Wärmepumpe)
Ein typisches Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien verbraucht beispielsweise im Durchschnitt:
- Haushaltsstrom: ca. 15.000–20.000 kWh/Jahr
- Allgemeinstrom: ca. 2.000–5.000 kWh/Jahr
Je genauer die Daten, desto effizienter lässt sich die PV-Anlage dimensionieren.
2.3 Rechtsform & Eigentumsstruktur
Es macht einen erheblichen Unterschied, ob du:
- Vermieter eines gesamten Gebäudes bist
- eine WEG mit mehreren Eigentümern vertrittst
- ein Projekt für Genossenschaften planst
- Investoren gewinnst (Contracting)
Für jede Eigentumsform gelten leicht unterschiedliche rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen.
3. Schritt 2: Verschiedene PV-Modelle für Mehrfamilienhäuser verstehen
Wer PV für Mehrfamilienhäuser planen möchte, muss eine grundlegende Frage klären:
Wie soll der erzeugte Solarstrom verteilt und genutzt werden?
Dafür gibt es drei gängige Modelle:
3.1 Modell A: Mieterstrom – das beliebteste Konzept
Mieterstrom bedeutet: Die Bewohner verbrauchen direkt den PV-Strom vom Dach, zu einem Preis unter dem Stromtarif des Energieversorgers. Der Vermieter wird damit zum Stromlieferanten – oder beauftragt einen Dienstleister.
Vorteile für Eigentümer:
- Neue Einnahmequelle durch Stromverkauf
- Geringere Nebenkosten für Mieter
- Staatliche Förderung (Mieterstromzuschlag)
- Hoher Eigenverbrauch → hohe Wirtschaftlichkeit
Vorteile für Mieter:
- Günstiger grüner Strom
- Keine eigene PV-Investition
- Mehr Transparenz und Unabhängigkeit
Neben-Keywords:
Mieterstrommodell, Energiegemeinschaft, Direktstromversorgung, Mieterstromzuschlag, PV-Eigenverbrauch MFH.
3.2 Modell B: PV-Anlage nur für Allgemeinstrom
Hier versorgt die PV-Anlage ausschließlich:
- Treppenhaus
- Außenbeleuchtung
- Heizungspumpen
- Aufzug
- Hausnebenräume
Vorteil: Einfachste Umsetzung, kaum komplexe Abrechnungen.
Nachteil: Geringerer Eigenverbrauchsanteil → geringere Rentabilität.
3.3 Modell C: Volleinspeisung
Der erzeugte Strom wird vollständig ins Netz eingespeist.
✔ Planung einfach
✔ Keine komplexen Messkonzepte
✔ Instandhaltung gering
✘ Geringere Einnahmen
✘ Kein Nutzen für Bewohner
4. Schritt 3: Technische Planung – Wie sieht eine PV-Anlage für ein Mehrfamilienhaus aus?
Die technische Umsetzung unterscheidet sich von Anlagen auf Einfamilienhäusern vor allem bei folgenden Punkten:
4.1 Dimensionierung der PV-Anlage
Die optimale Größe hängt ab von:
- verfügbarer Dachfläche
- Stromverbrauch der Bewohner
- gewünschtem Versorgungsmodell
Typisch für ein Mehrfamilienhaus (6–10 Parteien):
- PV-Leistung: 15–40 kWp
- Jahresproduktion: 14.000–38.000 kWh
- Eigenverbrauchsquote: 30–70 % (je nach Mieterstrommodell)
4.2 Wechselrichter-Konzept
Bei Mehrfamilienhäusern wichtig:
- Zentraler Wechselrichter (kosteneffizient)
- Redundante Systeme bei großen Anlagen
- Optional: Leistungsoptimierer bei Verschattung
4.3 Optional: Batteriespeicher
Ein Speicher kann den Eigenverbrauch stark erhöhen – entscheidend beim Mieterstrom.
| Speichergröße | Nutzen |
|---|---|
| 10–20 kWh | klein – nur für Allgemeinstrom |
| 20–60 kWh | mittel – verbessert Tagesnutzung |
| 60–150 kWh | groß – ideal für Mieterstrommodelle |
Neben-Keywords:
PV-Speicher MFH, gemeinsamer Batteriespeicher, Mieterstrom mit Speicher.
4.4 Ladeinfrastruktur ergänzen
Besonders attraktive Kombination:
- PV-Anlage
- Batteriespeicher
- E-Auto-Ladestationen
Die Planung sollte am besten direkt integriert werden, um Kabelwege und Wandlerräume optimal zu nutzen.
5. Schritt 4: Rechtliche Anforderungen – Was gilt bei PV für Mehrfamilienhäuser?
Wer PV für Mehrfamilienhäuser plant, muss wichtige gesetzliche Vorgaben beachten.
5.1 EEG-Regelungen (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Wesentliche Punkte:
- Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur
- Wahl zwischen Eigenverbrauch, Mieterstrom, Volleinspeisung
- Einspeisevergütungen je nach Anlagengröße
- Mieterstromzuschlag möglich
5.2 Messkonzepte & Abrechnung
Das Messkonzept entscheidet über:
- wie der Stromfluss gemessen wird
- welche Zähler notwendig sind
- wie PV-Strom den Mietern korrekt zugeordnet wird
Gängige Modelle:
- Summenzählermodell
- Individualmessung
- Lieferkettenmodell
Jedes Messkonzept hat eigene Preis-, Abrechnungs- und Installationsanforderungen.
5.3 Energieversorger & Netzbetreiber
Notwendig:
- Anmeldung der PV-Anlage beim Netzbetreiber
- Festlegung der Einspeisepunkte
- Einbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter)
5.4 Rechtliche Aspekte bei Mieterstrom
Bei Mieterstrom gelten zusätzliche Pflichten:
- Vertragsgestaltung wie beim Energieversorger
- Preisobergrenze für Mieterstrom
- Transparenzpflichten gegenüber Mietern
- jährliche Stromabrechnung
Viele Vermieter nutzen daher einen Mieterstromdienstleister.
Neben-Keywords:
Mieterstromgesetz, Stromlieferverträge, Messstellenbetrieb, Smart Meter Pflicht.
6. Schritt 5: Wirtschaftlichkeit berechnen – Lohnt sich PV für Mehrfamilienhäuser?
Eine der wichtigsten Fragen: Rentiert sich die Investition?
Die Antwort lautet fast immer Ja, aber nur bei korrekter Planung.
6.1 Kosten einer PV-Anlage für ein Mehrfamilienhaus
Typische Preisrange:
| System | Kosten (brutto) |
|---|---|
| PV-Anlage 15–40 kWp | 25.000 – 70.000 € |
| Großer Speicher (50–150 kWh) | 30.000 – 120.000 € |
| Mieterstromsysteme + Messkonzept | 4.000 – 20.000 € |
6.2 Einnahmen & Einsparungen
Mögliche Erträge:
- Einsparung Allgemeinstrom → mehrere tausend Euro pro Jahr
- Einnahmen durch Mieterstrom
- Einspeisevergütung (Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung)
- PV-Strompreisvorteil gegenüber Netzstrom (ca. 10–18 Cent/kWh günstiger)
- Wertsteigerung der Immobilie: +3–10 %
6.3 Förderungen
Wichtige Förderprogramme:
- KfW-Förderkredite
- kommunale Programme
- steuerliche Vorteile
- EEG-Mieterstromzuschlag
- Förderungen für Speicher
6.4 Amortisationszeit
Je nach Modell:
- 6–11 Jahre bei Mieterstrom
- 10–14 Jahre bei Eigenverbrauch allg. Strom
- 14–17 Jahre bei Volleinspeisung
7. Schritt 6: Organisatorische Umsetzung – So läuft die Realisierung ab
Wer PV für Mehrfamilienhäuser planen möchte, sollte strukturiert vorgehen.
7.1 Entscheidungsprozesse (WEG & Vermieter)
Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist ein Beschluss notwendig.
Bei Vermietern genügt die interne Entscheidung.
Erfolgreiche Beschlussfassung:
- Lastprofile vorstellen
- Wirtschaftlichkeit transparent machen
- Vorteile für Bewohner erklären
- Angebote vergleichbar aufbereiten
7.2 Auswahl eines Installationsbetriebs
Wichtige Kriterien:
- Erfahrung mit Mehrfamilienhäusern/Mieterstrom
- Energieberater im Team
- Leistungsstarke Serviceabteilung
- Garantien & Wartungskonzepte
7.3 Planung & Bauphase
Typische Schritte:
- Technische Vorplanung
- Statikprüfung
- Detailplanung & Messkonzept
- Antrag beim Netzbetreiber
- Montage der PV-Module
- Anschluss & Inbetriebnahme
- Dokumentation & Übergabe
Dauer: 6–20 Wochen, je nach Projektgröße.
8. Praxisbeispiel: PV für ein 8-Parteien-Haus – Planung & Wirtschaftlichkeit
Ein reales Beispiel zeigt, wie die Planung aussehen kann.
Rahmendaten
- 8 Wohneinheiten
- 28 kWp PV-Leistung
- 50 kWh Batteriespeicher
- Summenzählermodell
- Mieterstrom
Jahreszahlen
- Erzeugung: 26.500 kWh
- Eigenverbrauch: 17.000 kWh
- Mieterstromanteil: 12.000 kWh
- Einspeisung: 9.500 kWh
Finanzwerte
- Investition: 62.000 €
- Einnahmen + Einsparungen: 7.800 € / Jahr
- Amortisation: 7,9 Jahre
Nutzen für Bewohner
- 15–25 % günstigere Strompreise
- Keine Investition nötig
- Nachhaltiger Strom vom eigenen Dach
9. Typische Fehler, die bei der PV-Planung für Mehrfamilienhäuser vermieden werden sollten
- Keine Dachstatik-Prüfung durchführen
- Messkonzept nicht auf Mieterstrom abstimmen
- Anlage zu klein dimensionieren
- Speichergröße nicht an Lastprofile anpassen
- Netzbetreiberanforderungen ignorieren
- Abrechnungsmodelle unterschätzen
- Kommunikationsfehler bei WEG-Beschlüssen
10. Zukunftstrend: Energiegemeinschaften & Quartiersstrom
Die Zukunft der Photovoltaik in Mehrfamilienhäusern liegt in:
- gemeinschaftlichen Speichersystemen
- virtuellen Stromclouds
- Quartierslösungen
- gemeinsamer Eigenverbrauchsoptimierung
Das bedeutet: Die Planung von PV für Mehrfamilienhäuser wird zukünftig noch attraktiver.
Fazit: PV für Mehrfamilienhäuser planen – Jetzt ist der ideale Zeitpunkt
Wer heute PV für Mehrfamilienhäuser planen möchte, profitiert von besten gesetzlichen Rahmenbedingungen, günstigen Modulen, hoher Nachfrage nach nachhaltigem Wohnraum und attraktiven Modellen wie Mieterstrom. Die Kombination aus Stromkostenvorteilen, Wertsteigerung und ökologischer Verantwortung macht Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern zu einer der zukunftssichersten Investitionen überhaupt.
Mit systematischer Planung – von der Dachanalyse bis zum Messkonzept – lässt sich nahezu jedes Mehrfamilienhaus erfolgreich elektrifizieren und wirtschaftlich betreiben. Ob als Vermieter, WEG oder Investor: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um die Energieversorgung der Zukunft zu gestalten.
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