Immer mehr Elektroautobesitzer setzen auf Photovoltaik, um ihre Mobilität nachhaltiger und kostengünstiger zu gestalten. Doch wie groß ist der finanzielle Vorteil tatsächlich? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Themas PV-Überschussladen vs Netzladen. Viele E-Auto-Fahrer wissen zwar, dass das Laden mit Solarstrom deutlich günstiger ist, doch konkrete Zahlen und Vergleiche fehlen häufig. Genau hier setzt dieser Artikel an. Wir beleuchten detailliert, wie viel 100 Kilometer Reichweite kosten – einmal geladen aus dem eigenen PV-Überschuss und einmal über den klassischen Netzstrom.
Dabei berücksichtigen wir typische Verbrauchswerte moderner Elektrofahrzeuge, unterschiedliche Strompreise, Eigenverbrauchsszenarien und den Einfluss des Ladewirkungsgrades. Zudem zeigen wir, wie die Kosten variieren, wenn ein Stromspeicher vorhanden ist oder dynamisches PV-Überschussladen genutzt wird. Dieser umfassende Vergleich schafft Klarheit darüber, welche finanziellen Vorteile wirklich möglich sind, welche Mythen der Realität nicht standhalten und warum sich PV-Laden immer stärker durchsetzt – nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen.
Wie viel Energie benötigt ein Elektroauto für 100 km? Grundlagen für den Kostenvergleich
Bevor wir die Kosten für PV-Überschussladen vs Netzladen analysieren, müssen wir klären, wie viel Energie ein Elektroauto im Durchschnitt pro 100 Kilometer verbraucht. Moderne Fahrzeuge verbrauchen zwischen 13 und 20 kWh pro 100 km, abhängig von Fahrweise, Fahrzeuggröße, Jahreszeit und Temperatur. Für unseren Vergleich nutzen wir einen realistischen Durchschnittswert von 16 kWh pro 100 km. Dieser Wert eignet sich gut, da er die Leistung vieler gängiger Modelle wie Tesla Model 3, VW ID.3, Hyundai Kona oder Renault Megane E-Tech widerspiegelt.
Zum Verbrauch kommt der Ladewirkungsgrad hinzu. Wallboxen und Batterien haben Verluste von etwa 8 bis 12 %. Das bedeutet, dass für 16 kWh tatsächlich rund 17,5 bis 18 kWh aus der PV-Anlage oder dem Netz gezogen werden müssen. Dieser Aspekt ist entscheidend für einen fairen Kostenvergleich, denn er beeinflusst die tatsächlichen Gesamtkosten pro 100 km erheblich. Erst wenn Verbrauch, Ladeverluste und reale Stromkosten gemeinsam betrachtet werden, ergibt sich ein realistisches Bild. Deshalb berücksichtigen wir im weiteren Verlauf alle relevanten Parameter, um ein möglichst authentisches Ergebnis für PV-Überschussladen vs Netzladen zu erhalten.
PV-Überschussladen: Kosten pro 100 km mit eigenem Solarstrom
Beim PV-Überschussladen entstehen praktisch keine zusätzlichen Stromkosten. Dennoch ist es sinnvoll, den Wert des selbst erzeugten Stroms zu berücksichtigen. Wird der Solarstrom nicht selbst verbraucht, würde er üblicherweise für rund 8 bis 13 Cent pro kWh eingespeist werden. Dieser entgangene Vergütungsbetrag kann als „Opportunitätskosten“ gelten.
Für PV-Überschussladen vs Netzladen rechnen wir daher mit realistischen PV-Stromkosten zwischen 0 und 10 Cent pro kWh. Bei einem Verbrauch von ca. 18 kWh inklusive Ladeverlusten kostet die Fahrt über 100 km somit zwischen:
- 0 € (wenn keine Einspeisevergütung berücksichtigt wird) und
- 1,80 € (bei Opportunitätskosten von 10 Cent/kWh).
Damit ist klar: PV-Überschussladen ist extrem günstig und gehört zu den effizientesten Möglichkeiten, ein Elektroauto zu betreiben. Besonders Haushalte mit großer PV-Anlage, wenig simultanem Verbrauch und einem Energiemanagementsystem profitieren hier maximal. Der finanzielle Vorteil wird noch größer, wenn ein zusätzlicher Batteriespeicher vorhanden ist, der Überschussenergie für spätere Ladevorgänge bereitstellt. Damit liegt der Preisvorteil gegenüber Netzstrom oft bei mehr als 80 %, was den Autarkiegrad erheblich steigert.
Netzladen: Kosten pro 100 km mit Haushaltsstrom oder Ladetarif
Beim Netzladen sind die Kosten für die gleiche Energiemenge deutlich höher. Für PV-Überschussladen vs Netzladen betrachten wir die aktuellen Strompreise. Haushaltsstrom kostet im Durchschnitt zwischen 30 und 40 Cent pro kWh – je nach Region und Anbieter. Einige Haushalte nutzen spezielle Autostromtarife oder dynamische Strompreise, doch die Unterschiede sind eher gering.
Für 100 Kilometer, also rund 18 kWh inklusive Ladeverlusten, ergeben sich damit folgende Kosten:
- 18 kWh × 0,30 €/kWh = 5,40 €
- 18 kWh × 0,40 €/kWh = 7,20 €
Damit ist Netzladen im Vergleich zum PV-Überschussladen 4- bis 7-mal teurer. Besonders teuer wird es an öffentlichen Ladesäulen:
- AC-Laden (Wechselstrom): 45–55 Cent/kWh → 8–10 € / 100 km
- DC-Schnellladen: 65–90 Cent/kWh → 12–16 € / 100 km
Dieser enorme Kostenunterschied zeigt deutlich, wie wertvoll PV-Laden für Haushalte mit Elektroautos ist. Während Netzladen komfortabel und flexibel bleibt, ist es wirtschaftlich kaum konkurrenzfähig zum eigenen Solarstrom.
PV-Überschussladen vs Netzladen: Direkter Kostenvergleich pro 100 km
Der folgende Vergleich verdeutlicht die finanziellen Unterschiede über eine Strecke von 100 Kilometern:
| Ladeart | Kosten pro kWh | Kosten pro 100 km (18 kWh) |
|---|---|---|
| PV-Überschuss (0 €/kWh) | 0,00 € | 0,00 € |
| PV-Opportunitätskosten (0,10 €/kWh) | 0,10 € | 1,80 € |
| Haushaltsstrom (0,30 €/kWh) | 0,30 € | 5,40 € |
| Haushaltsstrom (0,40 €/kWh) | 0,40 € | 7,20 € |
| Öffentliche AC-Säule (0,50 €/kWh) | 0,50 € | 9,00 € |
| Öffentliche DC-Säule (0,80 €/kWh) | 0,80 € | 14,40 € |
Die Tabelle macht den Unterschied deutlich: Ein Elektroauto kann bei Nutzung von PV-Überschuss für unter 2 € pro 100 km betrieben werden – während öffentliches Laden bis zu 15 € pro 100 km kosten kann. Damit ist PV-Laden eine der günstigsten Fortbewegungsarten überhaupt.
Einfluss von Speicher, Fahrprofil und Ladeleistung auf die Kosten
Um den Vergleich PV-Überschussladen vs Netzladen noch realistischer zu machen, müssen wir weitere Einflussfaktoren berücksichtigen. Ein Stromspeicher kann den Anteil des solar geladenen Stroms erhöhen, hat aber auch eigene Verluste von 6 bis 12 %. Das bedeutet: Wenn Strom erst in den Speicher geladen und dann ins Auto abgegeben wird, erhöhen sich die Kosten pro 100 km leicht. Dennoch bleibt PV-Laden über Speicher immer günstiger als Netzstrom.
Auch das Fahrprofil spielt eine entscheidende Rolle. Wer häufig tagsüber lädt, profitiert stärker von direktem PV-Laden. Berufspendler, die ihr Auto hauptsächlich abends laden, brauchen dagegen einen Speicher oder intelligentes Lastmanagement, damit die PV-Anlage optimal genutzt wird.
Die Ladeleistung (z. B. 11 kW vs. 22 kW) beeinflusst ebenfalls den Kostenvergleich. Je niedriger die Ladeleistung, desto besser lässt sie sich an schwankende PV-Erträge anpassen – was die Kosten weiter reduziert. Damit eignet sich langsames oder dynamisches Überschussladen ideal für maximale Wirtschaftlichkeit.
Fazit: PV-Überschussladen ist unschlagbar – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich
Der Vergleich zeigt eindeutig: Beim Thema PV-Überschussladen vs Netzladen ist Solarstrom der klare Gewinner. Während Netzstrom 5 bis 7 Euro pro 100 km kostet – und öffentliches Laden noch deutlich teurer ist – ermöglicht PV-Überschussladen Kosten von unter 2 Euro pro 100 km. In vielen Fällen fährt man sogar völlig kostenlos.
Damit bietet PV-Laden nicht nur eine enorme Kostenersparnis, sondern steigert auch die Autarkie und macht Elektromobilität langfristig nachhaltiger und unabhängiger von Strompreisentwicklung. Wer eine PV-Anlage besitzt oder plant, sollte unbedingt über eine Wallbox mit PV-Überschussfunktion nachdenken – es ist wirtschaftlich kaum zu übertreffen.
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