Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Ostdeutschland wächst rasant – und das nicht ohne Grund. Neben sinkenden Systemkosten und steigenden Strompreisen tragen vor allem die attraktiven Förderprogramme der Bundesländer dazu bei, dass sich der Einstieg in Solarenergie 2025 mehr denn je lohnt.
In diesem Artikel erfährst du alles über die PV-Förderung in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, welche Zuschüsse und Kredite verfügbar sind, wie du sie beantragst und welche Neuerungen 2025 gelten.
Egal ob du Privatperson, Unternehmer oder Kommunalvertreter bist – hier bekommst du den vollständigen Überblick, um das Beste aus deiner Photovoltaik-Förderung in Ostdeutschland herauszuholen.
Inhalt
- Warum Photovoltaik in Mitteldeutschland jetzt besonders attraktiv ist
- Bundesweite Grundlagen der PV-Förderung 2025
- PV-Förderung in Thüringen 2025
- Förderung von Batteriespeichern in Thüringen
- PV-Förderung in Sachsen 2025
- Sächsische Programme für Speicher und Mieterstrom
- PV-Förderung in Sachsen-Anhalt 2025
- Kommunale Fördermöglichkeiten in allen drei Bundesländern
- Kombination mit Bundesförderungen – das lohnt sich doppelt
- Praxisbeispiele: So profitieren Haushalte und Unternehmen
- Tipps zur Antragstellung und optimalen Planung
- Zukunftsausblick: Solarstrategie Ost 2030
- Fazit: PV-Förderung in Thüringen, Sachsen & Sachsen-Anhalt clever nutzen
Warum Photovoltaik in Mitteldeutschland jetzt besonders attraktiv ist
Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gehören zu den aufstrebenden Solarmärkten Deutschlands. Mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden – vor allem in den Regionen Leipzig, Erfurt, Halle und Dessau – bieten sie ideale Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage.
2025 wird besonders spannend: Neben der bundesweiten Mehrwertsteuerbefreiung und dem EEG 2023 starten die Länder neue Förderprogramme, die gezielt private Hausbesitzer, Gewerbetreibende und Kommunen unterstützen.
Mit der richtigen Kombination aus Landesförderung und Bundesmitteln kannst du deine Investitionskosten um bis zu 30 Prozent senken – und gleichzeitig von langfristiger Stromkostenersparnis profitieren.
Bundesweite Grundlagen der PV-Förderung 2025
Bevor wir die spezifischen Programme der drei Länder betrachten, lohnt sich ein Blick auf die bundesweiten Rahmenbedingungen. Denn diese gelten zusätzlich und können oft mit den Landeszuschüssen kombiniert werden.
1. EEG-Einspeisevergütung 2025
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert weiterhin feste Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom:
| Anlagengröße | Volleinspeisung (ct/kWh) | Teileinspeisung (ct/kWh) |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 13,0 | 8,1 |
| 10–40 kWp | 10,9 | 7,3 |
2. 0 % Mehrwertsteuer
Seit 2023 gilt dauerhaft:
PV-Anlagen und Batteriespeicher sind mehrwertsteuerbefreit.
Das reduziert die Investitionskosten um rund 19 %.
3. Einkommensteuerbefreiung
Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind von der Einkommensteuer befreit – das vereinfacht die Bürokratie enorm.
4. KfW-Programm 270
Zinsgünstiger Kredit für PV und Speicher, mit Laufzeiten bis zu 20 Jahren und bis zu 100 % Finanzierung.
Diese Grundlagen bilden die Basis, auf der Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ihre eigenen Förderprogramme aufbauen.
PV-Förderung in Thüringen 2025
Thüringen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dafür spielt Solarenergie eine zentrale Rolle.
Die landeseigene Förderbank Thüringer Aufbaubank (TAB) bietet mehrere Programme, um die Investition in Photovoltaik attraktiv zu gestalten.
1. Förderprogramm „SolarInvest“
Das wichtigste Programm für private und gewerbliche PV-Projekte.
Förderfähige Maßnahmen:
- Installation von PV-Anlagen auf Dächern, Fassaden und Freiflächen
- Kombination mit Stromspeichern
- Errichtung von Mieterstromanlagen
- Solarthermie in Kombination mit PV
Förderhöhe (Stand 2025):
| Maßnahme | Förderung |
|---|---|
| PV-Anlage auf Wohngebäuden | 200 €/kWp (max. 5.000 €) |
| PV-Anlage auf Nichtwohngebäuden | 150 €/kWp |
| Batteriespeicher | 250 €/kWh (max. 2.500 €) |
| Mieterstrommodelle | bis zu 30 % der Investitionskosten |
Zielgruppen:
- Private Eigentümer
- Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
- Kleine Unternehmen
- Kommunen
Tipp: Wer PV-Anlage und Speicher gemeinsam installiert, erhält in Thüringen besonders hohe Zuschüsse.
2. Förderprogramm „KlimaInvest Kommunal“
Für Kommunen, Schulen und öffentliche Einrichtungen:
- Förderung bis zu 40 % der Kosten
- Zuschüsse für PV auf öffentlichen Gebäuden oder Flächen
Damit positioniert sich Thüringen klar als Solarstandort für Bürger und Gemeinden.
Förderung von Batteriespeichern in Thüringen
Thüringen fördert Batteriespeicher über SolarInvest separat, um die Eigenstromnutzung zu erhöhen.
Beispielrechnung:
Ein Haushalt installiert:
- 8 kWp PV-Anlage = 8 × 200 € = 1.600 € Förderung
- 10 kWh Speicher = 10 × 250 € = 2.500 € Förderung
→ Gesamtförderung: 4.100 €
Die Förderung wird direkt von der TAB ausgezahlt, nachdem die Anlage installiert und nachgewiesen wurde.
PV-Förderung in Sachsen 2025
Sachsen verfolgt mit der „Solaroffensive Sachsen“ das Ziel, die Solarstromkapazität bis 2030 zu verdoppeln.
Zuständig für Förderungen ist die Sächsische Aufbaubank (SAB).
1. Programm „Energieeffizienz und Klimaschutz“
Hierüber wird die Installation von Photovoltaikanlagen und Speichern in Unternehmen, Privathaushalten und Kommunen gefördert.
Förderfähige Maßnahmen:
- Neubau oder Nachrüstung von PV-Anlagen
- Installation von stationären Speichern
- Mieterstromprojekte
- Kombination mit Ladeinfrastruktur (Wallboxen)
Förderhöhe 2025:
| Maßnahme | Förderung |
|---|---|
| PV-Anlagen (Privat) | 250 €/kWp (max. 5.000 €) |
| Speicher | 300 €/kWh (max. 3.000 €) |
| Unternehmen | bis zu 30 % der Investitionskosten |
| Kommunen | bis zu 40 % Förderung |
Kombinationen mit KfW-Krediten sind möglich und werden von der SAB ausdrücklich empfohlen.
Sächsische Programme für Speicher und Mieterstrom
Sachsen legt besonderen Wert auf dezentrale Energieversorgung.
Deshalb werden auch Mieterstromprojekte, Energiegenossenschaften und Speichersysteme gezielt unterstützt.
Mieterstromförderung Sachsen:
- Bis zu 30 % Zuschuss auf Investitionskosten
- Förderung für PV, Stromzähler und Abrechnungssysteme
- Bonus für soziale Träger und Genossenschaften
Damit will das Land sicherstellen, dass auch Mieter an der Energiewende teilhaben.
PV-Förderung in Sachsen-Anhalt 2025
Sachsen-Anhalt gilt als eines der sonnenreichsten Bundesländer Deutschlands – besonders in Regionen wie Halle und Magdeburg.
Das Land unterstützt Solarenergie über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) mit verschiedenen Programmen.
1. Programm „Sachsen-Anhalt ENERGIE“
Förderung für Energieeffizienz, PV und Speicher.
Förderfähige Maßnahmen:
- PV-Anlagen auf Wohn- und Gewerbegebäuden
- Batteriespeicher
- Mieterstrommodelle
- Agri-Photovoltaik
Förderhöhe 2025:
| Maßnahme | Förderung |
|---|---|
| PV-Anlage | 200 €/kWp (max. 10.000 €) |
| Speicher | 250 €/kWh (max. 3.000 €) |
| Unternehmen | bis 40 % der Investitionskosten |
| Kommunen | bis 50 % Förderung |
Besonderheit: Auch Agri-PV-Projekte (Solar auf landwirtschaftlichen Flächen) werden mit bis zu 30 % Zuschuss gefördert.
Kommunale Fördermöglichkeiten in allen drei Bundesländern
Neben den landesweiten Programmen gibt es zahlreiche kommunale Förderungen, die von Städten und Gemeinden bereitgestellt werden.
Beispiele:
- Erfurt: 200 € Zuschuss pro kWp
- Leipzig: bis zu 20 % Förderung auf Investitionssumme
- Halle (Saale): 300 € für PV + 200 € für Speicher
Diese Programme werden meist jährlich neu aufgelegt und sind nicht kombinierbar mit Landesförderungen, aber ergänzend zur Bundesförderung nutzbar.
Kombination mit Bundesförderungen – das lohnt sich doppelt
In allen drei Bundesländern können Landesförderungen mit Bundesmitteln kombiniert werden.
Beispielsweise:
- SolarInvest Thüringen + KfW 270
- SAB-Förderung Sachsen + EEG-Vergütung
- IB Sachsen-Anhalt + 0 % Mehrwertsteuer
Das senkt nicht nur die Investitionskosten, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage erheblich.
Beispiel:
10 kWp-Anlage + 10 kWh Speicher
- Landeszuschuss: 5.000 €
- Steuererleichterung: ca. 1.500 €
- Einspeisevergütung über 20 Jahre: ca. 3.000 €
→ Gesamtersparnis über 9.500 €
Praxisbeispiele: So profitieren Haushalte und Unternehmen
Beispiel 1: Eigenheim in Thüringen
- 8 kWp PV + 8 kWh Speicher
- Gesamtinvestition: 16.000 €
- SolarInvest-Zuschuss: 4.000 €
- Einspeisevergütung: 600 €/Jahr
→ Amortisation nach 8 Jahren
Beispiel 2: Mittelständisches Unternehmen in Sachsen
- 40 kWp Dachanlage + Speicher
- SAB-Förderung: 30 % der Investitionskosten (~18.000 €)
→ jährliche Stromkostenersparnis: 7.000 €
Beispiel 3: Kommune in Sachsen-Anhalt
- 50 kWp auf Schulgebäude
- Zuschuss: 50 % Förderung (~25.000 €)
→ Stromkostenersparnis: 6.000 € pro Jahr
Tipps zur Antragstellung und optimalen Planung
- Antrag vor Beginn stellen – Nachträgliche Förderung ist meist ausgeschlossen.
- Alle Angebote dokumentieren – Fachbetrieb, Dachanalyse, Wirtschaftlichkeitsrechnung.
- Förderkombinationen prüfen – Viele Zuschüsse lassen sich addieren.
- Eigenverbrauch optimieren – Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto erhöhen Effizienz.
- Beratung nutzen – TAB, SAB und IB bieten kostenlose Energieberatungen an.
Zukunftsausblick: Solarstrategie Ost 2030
Alle drei Länder – Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – haben sich bis 2030 ehrgeizige Ziele gesetzt:
- Verdopplung der installierten PV-Leistung
- Ausbau von Mieterstromprojekten
- Förderung von Solarparks und Agri-PV
- Stärkere Einbindung von Speicherlösungen
Mit zunehmender Solarquote und sinkenden Kosten wird Photovoltaik zu einer tragenden Säule der regionalen Energieversorgung.
Fazit: PV-Förderung in Thüringen, Sachsen & Sachsen-Anhalt clever nutzen
Die PV-Förderung 2025 in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bietet ideale Voraussetzungen, um jetzt in Solarenergie zu investieren.
Ob Eigenheim, Unternehmen oder Kommune – die Kombination aus Landesförderung, Bundesmitteln und Steuererleichterungen macht Solarstrom so rentabel wie nie zuvor.
Zusammengefasst:
- Thüringen: SolarInvest mit bis zu 250 €/kWh Speicherförderung
- Sachsen: SAB-Förderung bis 40 % Zuschuss
- Sachsen-Anhalt: Förderung bis 50 % für Kommunen
- Kombination mit KfW, EEG & 0 % MwSt möglich
- Eigenverbrauch steigert Rendite und Unabhängigkeit
👉 Fazit in einem Satz:
Die PV-Förderung in Thüringen, Sachsen & Sachsen-Anhalt 2025 ist ein entscheidender Schritt, um Solarenergie flächendeckend zu etablieren – und bietet Hausbesitzern und Unternehmen große finanzielle Vorteile.

